Ölpreise geben nach - Politische Spannungen zunehmend im Fokus

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag anfängliche Aufschläge nicht halten können und sind am Mittag gefallen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 87,77 US-Dollar. Das waren 12 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 23 Cent auf 84,91 Dollar.

Belastet wurden die Erdölpreise vor allem durch die trübe Stimmung an den Finanzmärkten. Hinzu kam ein deutlich stärkerer US-Dollar, der Rohöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums verteuerte und auf der Nachfrage von dort lastete. Erdöl wird traditionell in der US-Währung gehandelt.

Zunehmend in den Fokus rücken politische Risiken. Die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts und die angespannte Sicherheitslage im Mittleren Osten rechtfertigten eine Risikoprämie auf den Ölpreis, erklärte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Während Russland immer mehr Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzieht, verschärfen sich die Spannungen zwischen den jemenitischen Huthi und einer Allianz angeführt von Saudi-Arabien.

Die Erdölpreise haben seit Jahresbeginn deutlich zugelegt und in der vergangenen Woche siebenjährige Höchststände markiert. Hauptgründe für die Entwicklung sind ein relativ knappes Angebot und eine solide Nachfrage. Die aktuelle Corona-Welle scheint die Wirtschaft nicht so stark zu belasten wie frühere Wellen. Als ein Grund gilt die zwar ansteckendere, aber nach Symptomen meist weniger drastische Omikron-Variante des Virus.

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