Das 1×1 des Concealen: So deckst du jedes Hautproblem ab

Megan Cahn

Einmal aufgetragen, ist dein Teint makellos! Concealer sind unsere kleinen Alltagshelden: Sie verstecken all die kleinen unschönen Stellen in deinem Gesicht, die du am liebsten vor der ganzen Welt verborgen halten willst. Und ihre Arbeit ist dabei ganz klar, das Abdecken. Aber wie du vielleicht schon selbst vor dem Spiegel bemerkt hast, ist das nicht immer so einfach. Manchmal wehrt sich ein hartnäckiger Pickel nun einmal unter der Concealer-Schicht zu verschwinden. Du siehst, jedes lästige Hautproblem, sei es der Pickel, dunkle Augenränder oder Rötungen, muss auf eine andere Weise abgedeckt werden.

Damit dich die verschiedenen Möglichkeiten, Produkte und Methoden aber nicht überfordern, haben wir mit zwei Expert*innen in Sachen Make-up geredet und sie gefragt, wie wir unsere treuen Freunde am besten zu unserem Vorteil nutzen können. Hier gibt’s für dich jetzt ihre Tipps und Tricks.


Pickel


Direkt vorab: Vermeide es deine Pickel auszudrücken oder sie aufzukratzen! Stattdessen rät Make-up Artist Jesse Butterfield die Stelle mit einem entzündungshemmenden Gesichtsreiniger ausuzutrocknen. Einfach ein paar Tropfen des Mittels auf ein Wattepad geben und dann auf den Pickel drücken. Beim Concealer setzt sie auf einen wasserfesten mit Camouflage-Effekt. „Nach dem Auftragen brauchst du keinen weiteren Gedanken an den Pickel zu verschwenden. Weder ein Regensturm, Tsunami, noch sonst irgendetwas kriegt die Farbe von deiner Haut ab.“

Finde einen Ton, der genau deiner Hautfarbe entspricht und schon kann es losgehen: Mach dir einen kleinen Klecks auf den Handrücken und schnapp dir dann einen dünnen Eyeliner-Pinsel, um ein bisschen Concealer auf den Pickel zu tragen. Zum Blending kannst du deine sauberen Finger verwenden. Klopfe dafür leicht mit den Fingerspitzen auf den abgedeckten Bereich, bis die Farbe nicht mehr mit dem bloßen Auge von deiner Haut zu unterscheiden ist.

Benjamin Ruiz, Leiter der Global Creative Artistry bei Laura Mercer, hat noch einen anderen Vorschlag, damit der Concealer den ganzen Tag hält: Da die lästigen Pickelchen nun einmal dreidimensional sind, kannst du zuerst ein Settingpuder auftragen und dann mit dem Concealer drübergehen. So sollte der Effekt länger anhalten.




Mitesser


Ebenso wie bei der Behandlung von Pickeln ist für Butterfield die richtige Hautpflege der erste Schritt bei der Abdeckung von Mitessern. Auch hier empfiehlt sie ein austrocknendes Gesichtswasser und in wenigen Tagen sollten deine Mitesser schon viel kleiner sein. Damit der Concealer die dunklen Punkte vollständig abdecken kann, solltest du dich einen goldenen oder gelblichen Ton nehmen. Trage zuerst deine Lieblingsfoundation wie gewohnt auf und tupfe dann mit einem angefeuchteten Beautyblender etwas von dem Concealer auf die dunklen Stellen. Damit das Ergebnis natürlich aussieht, kannst du den Bereich mit leichten Kreisbewegungen verblenden.

Dunkle Flecken


Um einer Hyperpigmentierung entgegenzuwirken, empfiehlt Butterfield vor dem Auftragen des Concealers, das Gesicht mit einem wohltuenden Gesichtsöl zu bearbeiten. In vielen Ölen steckt eine Menge Vitamin C, was die Haut belebt und weniger fahl erscheinen lässt. Und das Beste: Schon ein paar Tropfen, sorgen bei deinem Teint für einen großen Unterschied. Reibe ein bis zwei Tropfen des Öls auf dein Gesicht und nachdem sie einzieht, kannst du damit beginnen, die dunklen Flecken abzudecken. „Ich liebe Gesichtsöle zur Behandlung von Hyperpigmentierung, weil sie sehr feuchtigkeitsspendend sind und das Gesicht zum Strahlen bringen – und genau das hilft gegen dunkle Flecken“, erklärt sie.

Aber diese Flecken abzudecken kann etwas tricky sein. Ruiz rät, zwei verschiedene Concealernuancen zu mischen, um so nah wie möglich an deinen eigenen Hautton heranzukommen. Diese Mischung trägst du dann mit einem Schwamm auf die Stellen auf. Dabei musst du auch nicht sparsam sein, aber versuche alles so gut es geht miteinander zu verblenden. Wenn deine Flecken sehr dunkel sind, ist es manchmal hilfreich, eine kleine Menge orangefarbenen Lippenstift oder Blush mit dem Concealer zu mischen. „Das kontrastiert die Dunkelheit der Haut“, erklärt er. „Manchmal trage ich zum Schluss noch etwas orangefarbenen Blush auf die Fläche, aber diese Technik ist vor allem für Anfänger*innen etwas schwierig nachzumachen.“ Aber hey, mit etwas Übung schaffst du alles (oder du fragst einen Profi um Hilfe).


Schwarze Augenränder


Wenn du deine Augenränder verstecken willst, aber gerade einfach kein Sonnenbrillenwetter ist, rät dir Butterfield, einen Corrector, sprich einen Concealerstift zu verwenden. Streiche ein wenig davon unter deine Augen oder an eine Stelle, die etwas Aufhellung benötigt, und verschmiere alles mit deinem Finger. „Der pfirsichfarbene Ton überdeckt die dunklen Stellen und wenn in der Formel noch etwas Hyaluronsäure ist, dann gibt’s du deinen Augen noch einen Frischekick“, sagt sie.

Zum Schluss kannst du einen cremigen Concealer auftragen und alles mit Puder wetterfest machen. So sind dir den ganzen Tag strahlende Augen garantiert.

Rötungen


Egal ob die Rötungen nun von Aknenarben verursacht sind oder auf eine Kupferrose zurückgehen, Butterfield findet, dass meistens schon eine getönte Lotion ausreicht, um sie perfekt abzudecken. Wenn sie bei dir aber sehr stark ausgeprägt sind, kannst du natürlich auch hier einen Concealer nutzen. Dafür empfiehlt sie einen Grünton. Ja, du hast richtig gelesen und nein, wir machen keinen Spaß – Grüntöne neutralisieren nämlich die roten Stellen auf deiner Haut, du darfst es nur nicht übertreiben.

Zuerst solltest du alle Make-up-Rückstände im Gesicht entfernen. Trage dann eine kleine Menge des Concealers nur an die Stellen, an denen du es wirklich brauchst. Dann kannst du dich mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen – und fertig!

Poren


Ruiz meint, dass du große Poren lieber nicht mit dem Concealer verbergen solltest. Stattdessen rät er zu einem Foundation oder einer getönten Feuchtigkeitscreme, damit die Haut glatter und die Poren kleiner wirken.

Fältchen


Auch bei Fältchen raten die Expert*innen von Concealer ab. Je mehr du versuchst sie damit abzudecken, desto sichtbarer werden sie nämlich. Aber keine Sorge, es gibt Produkte, die die Vertiefungen zumindest vorübergehend auffüllen können. „Diese magischen Cremes füllen die kleinen Linien wieder auf, ohne irgendwelche Rückstände zu hinterlassen“, sagt Butterfield. „Sie ziehen tief in die Haut ein und übrig bleibt nur eine belebte und glatte Haut für die Foundation.“

Matte Haut


Und weiter geht’s ohne Concealer: Bei matter Haut rät Butterfield die Finger vom Concealer zu lassen. Lieber nutzt sie zwei verschiedene Foundations, eine in der eigenen Hautfarbe und die andere etwas dunkler, damit die Haut eine natürliche Tiefe erlangt.

Wähle leichte Produkte am besten auf Wasserbasis und beginne mit einem helleren Farbton. Diesen trägst du von der Mitte aus auf dein ganzes Gesicht. Dann nimmst du einen angefeuchteten Schwamm und verblendest die dunklere Farbe auf deiner Stirn, unterhalb deiner Wangenknochen, an den Schläfen und überall da, wo die Sonne natürlich drauf scheint. „Für den Extraglow kannst du zum Schluss einen Toner aufsprühen“, sagt Butterfield.

Ruiz fügt hinzu, dass matte Haut allgemein eine Frage der Hautpflege und oft das Ergebnis von Trockenheit ist. Damit deine Haut schön gepflegt bleibt, empfiehlt sie regelmäßig zu peelen. Am besten ein- bis zweimal die Woche!




Kleine Korrekturen


Deinen Concealer (und ein guter Pinsel) kannst du auch verwenden, um kleine Make-up-Fauxpas auszugleichen. In diesem Fall ist laut Butterfield der Pinsel für den Erfolg wichtiger als das eigentliche Produkt. Für sie sind vor allem breite Pinsel mit dichten Haaren oder Fasern die richtige Wahl.

An der Lippenlinie, den Augen und überall dort, wo dir deine Schminke nicht gefällt, kannst du so erste Hilfe leisten. „Um eine präzise Linie zu machen, musst du den Concealer-Pinsel mit Druck über die Lippenlinie ziehen. So kannst du verschmierte Lippenränder verschwinden lassen“, erklärt sie. „Gib ein wenig durchscheinendes Puder dazu und du bist frei von der skandalösen Make-up-Sünde!“


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