10 skurrile Jobs, die einfach jeder machen will

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Für manche Menschen ist die Arbeit einfach eine notwendige Tätigkeit, die dafür sorgt, dass man die Miete bezahlen und ein möglichst angenehmes Leben führen kann. Die Selbstverwirklichung kann man sich schließlich genauso für die Freizeit aufheben wie den Spaß – und doch gibt es Jobs, bei dem genau der im Vordergrund steht.

Auf Wasserrutschen herumtollen und dafür auch noch bezahlt werden? Das geht! (Bild: Getty Images)

1. Burger-Tester

Bei der britischen Supermarktkette Iceland gibt es tatsächlich diesen Job: Top-Burger-Experte Großbritannien oder auch Chief Burger Adviser UK. “Gearbeitet“ wird zu flexiblen Zeiten von zuhause aus, versprochen sind “so viele Burger, wie du essen kannst“. Klar, dass es um die hauseigenen Produkte von Iceland geht, die vom Halloumi Patty bis zum dreistöckigen Big-Mac-Lookalike so ziemlich alles umfasst. Wichtigstes Einstellungskriterium: Appetit!

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2. Haussitter

Wer als Haussitter arbeitet, kann für wenig Geld die Welt sehen. Nicht selten suchen Haus- oder Wohnungsbesitzer Menschen, die bei ihnen zuhause nach dem Rechten sehen, während sie selbst nicht da sind. Mal muss man die Blumen gießen, mal die Katze füttern oder den Rasen mähen, dafür ist das Wohnen dann umsonst. Wenn man Glück hat, inklusive Luxusausstattung wie Pool, Tennisplatz oder Whirlpool. Wer dann über sein Nomadenleben bloggt oder twittert, kann nicht nur mietfrei wohnen, sondern auch noch Geld verdienen.

3. Wombat-Kuschler

Prinzessin Victoria wurde bei ihrem Australien-Besuch fürs Knuddeln eines Wombats sicher nicht bezahlt - andere bekommen durchaus Geld dafür (Bild: Getty Images)

Manche Jobs poppen einfach irgendwann auf und dann muss man zuschlagen. 2016 wurde in Tasmanien ein “Chef-Wombat-Kuschler“ gesucht, nachdem die Mutter eines Wombat-Babys überfahren worden war. Die Bezahlung bestand in der Übernahme der Reisekosten, freier Übernachtung und ganz viel Wombat-Liebe. Und die ist sowieso unbezahlbar.

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4. Wasserrutschen-Tester

Adrenalin und puren Spaß brachte einem sehr glücklichen Mann namens Seb Smith 2013 ein Job als Wasserrutschen-Tester ein. Im Auftrag des Reiseanbieters “First Choice“ bereiste er ein halbes Jahr lang 25 Hotels mit Wasserpark weltweit, rutschte, bis die Badehose glühte und bekam dafür auch noch den Traumlohn von umgerechnet 34.000 Euro.

5. Surflehrer für Hunde

Ja, manche Hunde surfen. Und ja, es gibt auch Leute, die es ihnen beibringen (Bild: Getty Images)

Surflehrer ist ja ohnehin schon ein ziemlich cooler Beruf. Doch um wie viel besser wird die ganze Sache, wenn auf den Brettern nicht Menschen, sondern Spitze oder Doggen ihren Spaß haben? Das Woodward Tierzentrum in San Diego bietet jedenfalls extra Surfkurse für die Vierbeiner an, damit diese nicht außen vor bleiben müssen, wenn der Rest der Familie sich in die Wellen stürzt.

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6. Lachyoga-Trainer

Wer bei der Arbeit ringsum nur in miesepetrige Gesichter schaut und dabei selbst schlechte Laune bekommt, könnte über eine Ausbildung zum Lachyoga-Trainer nachdenken. Statt herabschauendem Hund, Sonnengruß oder Kobra trainieren die Yogisten nicht den gesamten Körper, sondern vor allem ihre Gesichtsmuskeln. Dahinter steht die Theorie, dass die menschliche Psyche nicht zwischen einem echten und einem Lachen “ohne Grund“ unterscheiden kann. Die Muskelbewegungen und auch die positiven Effekte sind dieselben: Der Intellekt wird kurzzeitig ausgeschaltet, Stress gemindert und die Psyche gestärkt.

7. Für andere in der Schlange stehen

Schlange stehen ähnelt manchmal eher Camping - wieso also nicht jemanden dafür anheuern? (Bild: Getty Images)

Egal, ob der Kunde als erstes ein neues iPhone kaufen oder sich ein begehrtes Musical in London, die Sagrada Familia in Barcelona oder den Petersdom in Rom anschauen will – wer keine Lust hat, selbst Schlange zu stehen, kann dafür auch jemanden bezahlen. Vermittelt zum Beispiel via App sitzt oder steht man dann also in einer Schlange, übernachtet zur Not vor einem App Store, liest in einem Buch, überdenkt sein Leben oder daddelt am Handy und bekommt dafür Geld. Bei besonders hohen oder niedrigen Temperaturen steigt der Stundenlohn.

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8. Fürs Nichtstun bezahlt werden

Im Rahmen des Kunstprojekts Eternal Employment wollen die beiden Künstler Jakob Goldin und Simon Senneby herausfinden, was ein Mensch mit seiner Zeit anfängt, wenn er nicht mehr arbeiten muss. Ab 2025 kann man sich bei der Stadt Göteborg für den “Job“ bewerben, der ab 2026 starten würde. Wer ihn bekommt, muss sich für ein lebenslanges Gehalt von 2046 Euro im Monat nur morgens und abends am Schalter eines Göteborger U-Bahnhofs ein- und ausloggen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Urlaub gibt es natürlich auch.

9. Wein-Verkoster

Sie lieben Wein und wissen genau, was einen Sauvignon Blanc vom Chardonnay und einen Merlot vom Pinot Noir unterscheidet? Dann wären Sie ein guter Kandidat für den Weinclub des Discounters Aldi in Großbritannien. Wer es da hineinschafft, bekommt den Rebensaft für drei Monate umsonst und muss die Weine dann nur noch unter dem Hashtag #AldiWineClub bewerten.

10. Eis-Tester

In den Laboren großer Eishersteller werden immer Eis-Tester gebraucht: Meistens studierte Ökotrophologen, ausgebildete Lebensmitteltechniker oder als Quereinsteiger auch einmal Köche, die mit ihren tausenden trainierten Geschmacks- und Geruchssensoren jede Nuance erfassen und beurteilen können. Von sahnig-cremig über fest und fruchtig kommt alles auf den Probierlöffel, was der Markt so hergibt. Für echte Eis-Fans nicht nur ein Kindertraum!

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