100 Millionen Euro: DHDL-Löwin Janna Ensthaler startet nachhaltigen Fonds

Manon Sarah Littek und Janna Ensthaler wollen mit dem 100 Millionen Euro-Fonds in nachhaltige Startups investieren.  - Copyright: Green Generation Fund
Manon Sarah Littek und Janna Ensthaler wollen mit dem 100 Millionen Euro-Fonds in nachhaltige Startups investieren. - Copyright: Green Generation Fund

Bevor Gründerin und Investorin Janna Ensthaler im Herbst das erste Mal als Jurorin in der Show „Die Höhle der Löwen“ auftreten wird, hat sie gerade erst ein anderes Projekt unter Dach und Fach gebracht: den Green Generation Fund. Wie nun bekannt gegeben wurde, ist der Fonds 100 Millionen Euro schwer. Das eingesammelte Geld soll in Startups fließen, die in den Bereichen Food-Tech und Green-Tech tätig sind – und Geld für Pre-seed, Seed- und Series-A-Runden benötigen.

Eigenen Angaben zufolge beteiligt sich der VC-Fonds an frühphasigen Food- und Green-Tech-Startups mit Anteilen von mindestens zehn Prozent. Acht Investments sollen seit der Gründung des Fonds im vergangenen Jahr bereits getätigt worden sein. Unter anderem in das junge Unternehmen Klim, das Bauern bei der Umstellung hin zur regenerativen Landwirtschaft helfen soll. Oder in Neggest, das pflanzliches Ei herstellt. „Die Generation Z und Millennials haben genug von Massentierhaltung und einem Leben, welches unseren blauen Planeten an seine Grenzen treibt“, wird Ensthaler in einer Pressemitteilung zitiert.

Der Fonds investiert demnach auch nur in Firmen, die sich darum bemühen, den „blauen Planeten“ am Leben zu halten. Voraussetzungen für ein Investment ist etwa, dass Startups Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben – besonders im Bereich der CO₂-Vermeidung, Kreislaufwirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität sowie Gesundheitsförderung.

Szeneköpfe wie Verena Pausder und Lea-Sophie Cramer an Bord

Prominente Investoren haben sich am Green Generation Fund beteiligt. Ankerinvestor ist Florian Wendelstadt, der Ex-Chef der VC Firma General Atlantik Europa sowie das Family Office Kaltroco aus Großbritannien. Neben weiteren internationalen Investoren wie der in Singapur ansässige VC-Firma Corecam Capital Partners oder Liesner & Co. aus Hamburg beteiligen sich auch Industrieexperten wie Ex-Aldi CEO Marc Heußinger und bekannte Szeneköpfe wie Delia Lachance von Westwing, Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder. Auch institutionelle Investoren wie die Kfw steigen ein.

Vom Schmink-Startup zum Nachhaltigkeits-Fund

Vor ihrer Gründerinnenkarriere war Ensthaler Unternehmensberaterin bei Bain und Company. 2010 machte sie sich mit ihrem ersten Beauty-Boxen-Startup Glossybox einen Namen in der Szene, Rocket Internet investierte. Später gründete die 34-Jährige die Event-Location-Plattform Eventinc. Schließlich startete sie im Frühjahr 2021 gemeinsam mit Manon Sarah Littek den Green Generation Fund.

Littek war vorher als CEO bei Katjesgreenfood tätig, dem Venture-Arm des gleichnamigen Süßwarenherstellers. Dieser unterstützt Veggie-Startups mit bis zu zwei Millionen Euro. Neben ihrer Tätigkeit als Food Impact Investorin arbeitet sie als Aufsichtsratsmitglied beim niederländischen Konzern Upfield, das Brotaufstriche herstellt.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, haben die zwei einiges mit dem Geld vor. So seien weitere 20 bis 25 Investments in europäische sowie US-amerikanische Startups in den Bereichen Food Tech und Green Tech geplant.

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