14 Bilder, die ausgelutschte Schönheitsideale entkräften (NSFW)

Sara Coughlin
Photo: Courtesy of Ashley Armitage.

Mit jedem Bild, das Ashley Armitage macht, will sie eine Lücke füllen. „Ich will den weiblichen Körper in all seiner Vielfalt und auch mit seinen nicht perfekten Stellen, die die Medien ausklammern, festhalten." erklärt sie im Email-Interview. So zeigen ihre Arbeiten Intimbehaarung, Dehnungsstreifen, Speckröllchen und andere physische Eigenschaften, die ihrer Meinung nach Teil der öffentlichen Darstellung von Frauen sein sollten.

„In den Medien sehen wir dünne, weiße, perfekte rasierte Mädchen, deren Bilder mit Photoshop bearbeitet wurden, um einem exklusiven Beautystandard zu entsprechen." sagt Armitage. „Meine Fotografie soll junge Mädchen von diesen Standards frei machen, indem sie sehen, dass es viele Bilder von Schönheit gibt." Armitage zeigt Frauen, die in ihren Körpern wirklich zuhause sind. Sollte sich Schönheit nicht genauso anfühlen?

Also klickt euch durch unsere Auswahl an Armitages Werken - 14 Bilder, die so echt wie sinnlich sind. Sie fühlen sich intim an, manchmal sogar voyeuristisch. Einige ihrer Models sind nackt oder zeigen sich in Unterwäsche. Selten sieht man den weiblichen Körper so ehrlich!

Armitage erklärt die Intimität und die Echtheit ihrer Bilder wie folgt: „Meine Fotos sind manchmal fast wie eine Dokumentation. Besonders bei Gruppenbildern. Ich sage meinen Freunden dann einfach, dass sie ganz normal zusammen rumhängen sollen und ich fotografiere sie dabei."

Foto: Ashley Armitage.

„Bisher sind alle Personen, die ich fotografiert habe, Freunde von mir oder Freunde von Freunden. Die meisten von ihnen fühlen sich entweder sehr wohl mit ihrem Körper oder es ist ok für sie, weil ich hinter der Kamera stehe. Für manche hat ein Fotoshooting fast eine heilende Wirkung."

Foto: Ashley Armitage.

„Typische Posen versuche ich zu vermeiden. Die Bilder sollen ganz natürlich wirken."

Foto: Ashley Armitage.

„Schönheit ist deine beste Freundin, deine Mutter, deine Schwester..."

Foto: Ashley Armitage.

„Es sind wir alle. Das müssen auch die Medien zeigen."

Foto: Ashley Armitage.

„Wir brauchen mehr Frauen in führenden Positionen. Auch hinter der Kamera."

Foto: Ashley Armitage.

"Frauen haben einen anderen Blick auf Frauen und schließen auch mehr Frauen in ihre Arbeiten mit ein."

Foto: Ashley Armitage.

"Wir brauchen aber nicht nur mehr Frauen in führenden Positionen. Wir brauchen auch mehr Farbige und Transsexuelle. Es muss mehr Diversität hinter der Kamera geben, damit man auch ihre Bilder sieht."

Foto: Ashley Armitage.

Auf die Frage, wie junge Frauen mit Body Shaming umgehen können, antwortet Armitage: "Die Demokratisierung, die das Internet vorangetrieben hat, war ein großer Fortschritt. Kunst zu erstellen, ist nicht länger ein Privileg. Jeder kann sich einloggen und seine Arbeiten teilen. So kann man einen wirklich eigenen Stil entwickeln und diesen selbst repräsentieren. Wir können unser eigenes Image kontrollieren."

Foto: Ashley Armitage.

„Es gibt eine ganze Bewegung junger Mädchen, die sich ein Image zurückholen, das Jahrzehnte lang von Männern bestimmt war. Wir nehmen uns jetzt, was uns gehört."

Foto: Ashley Armitage.

„Ich logge mich jeden Tag bei Instagram ein und bekomme so großartige Kommentare zu lesen, wie zum Beispiel: Danke! Ich habe meine Dehnungsstreifen nie gemocht und jetzt sehe ich sie endlich als schön an."

Foto: Ashley Armitage.

"Ich denke, es ist einfach total bestärkend Bilder zu sehen, zu denen man einen wirklichen Bezug herstellen kann."

Foto: Ashley Armitage.

„Ich zeige Körperbehaarung, Pigmentflecken, Dehnungsstreifen, Narben und Cellulite, denn wir alle kennen sie. Für manche Menschen ist es unangenehm die Bilder zu sehen, denn sie zeigen Körper so, wie sie selten dargestellt werden. Aber das gehört dazu und ist der erste Schritt, der etwas verändern kann."

Foto: Ashley Armitage.

"Je mehr Fotos ich mache, desto normaler wird diese Art der Bildsprache. Wie großartig wäre es, wenn Frauen in Zukunft Magazine aufschlagen und sich dort wirklich repräsentiert fühlen?"

Foto: Ashley Armitage.

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