Die 3 wichtigsten Gartenarbeiten im Dezember

Winterschutz: Kamelie bei Frost mit Vlies schützen
MSG/Frank Schuberth

Nach dem Herbst ist die Saison eigentlich so gut wie vorbei. Für einige Gartenarbeiten lohnt es sich aber auch noch im Dezember aktiv zu werden. Hier finden Sie die drei wichtigsten auf einen Blick.

Die Gartenarbeiten im Dezember drehen sich in erster Linie um den Winterschutz. Spätestens jetzt müssen Hobbygärtner mit Frösten rechnen und ihre Pflanzen angemessen schützen, sei es vor eisigen Temperaturen, sengender Wintersonne oder kalt-nasser Witterung.

1. Winterschutz für die Pflanzen

Ein Großteil der Ziergräser in unseren Gärten ist ausreichend winterhart für unser Klima, dazu zählen zum Beispiel Blauschwingel oder Riesen-Federgras. Einige stammen aber aus sonnig-warmen Gefilden, sprich, unsere Winter überstehen sie nicht ohne entsprechenden Schutz. Am besten ist es, wenn man ihre Horste spätestens im Dezember zusammenbindet, damit keine Winternässe ins Herz der Pflanzen vordringen kann. Dies ist zum Beispiel beim Pampasgras sehr wichtig. Ist in Ihrer Region mit Schnee zu rechnen und haben Sie viele Sträucher im Garten, sollten Sie auch deren Zweige und Äste locker zusammenbinden: Schnee entwickelt ein beachtliches Eigengewicht und Triebe können brechen.

Besitzer immergrüner Gehölze wie Kamelie oder Mittelmeer-Schneeball sollten die Pflanzen vor Wintersonne schützen. Ein schattierendes Vlies beugt Schäden durch Frosttrocknis vor. Beim Überwintern von Kamelien sind eine zusätzliche Mulchschicht oder ein paar Tannenzweige im Wurzelbereich ratsam. Grenzt Ihr Garten an eine Straße oder öffentliche Gehwege, auf die im Winter zum Schutz vor Glätte Streusalz ausgebracht wird, sollten Sie Ihre Hecken auf einer Seite eventuell mit Vlies oder Schilfmatten abdecken. Streusalz sammelt sich im Boden und kann einigen Heckenpflanzen, etwa Thuja oder Scheinzypresse, sehr schaden.

2. Bodenvorbereitung im Nutzgarten

Im Nutzgarten gibt es außer einigen vereinzelten Nachzüglern im Dezember, wie Pastinaken oder Topinambur, nichts mehr zu ernten. Die nächste Saison kommt aber bestimmt und kann schon jetzt vorbereitet werden. Eine große Arbeitserleichterung ist es zum Beispiel, wenn Sie schwere Lehmböden vor dem ersten Frost umgraben. So kann sich Wasser einlagern, das bei Frost zunächst gefriert, sich beim Auftauen aber so ausdehnt, dass es große verhärtete Erdschollen sprengt – und Ihnen diese Arbeit abnimmt.

Kalk ausbringen
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Empfehlenswert ist es außerdem, den Boden im Gemüsebeet auf seinen pH-Wert zu testen und gegebenenfalls zu kalken. Der Winter ist dafür die beste Zeit. Kalkgaben sind fällig, wenn der pH-Wert von

  • Sandböden unter 5,5,

  • sandig-lehmigem Böden unter 6,5 und

  • Lehmböden unter 7 liegt.

3. Gartenteich vor dem Zufrieren schützen

Wenn der Gartenteich komplett zufriert und sich eine geschlossene Eisdecke auf der Oberfläche bildet, gelangt weder Sauerstoff ins Wasser noch können Faulgase entweichen. Das mindert nicht nur die Wasserqualität, sondern kann für Fische sogar gefährlich werden. Ein Eisfreihalter schafft hier sichere Abhilfe.

Sie können dabei entweder auf Produkte aus dem Fachhandel setzen, die von simplen Hartschaum-Ringen bis zu aufwendigen Teichbelüftern (Sprudlern) reichen, oder auf bestimmte Pflanzen zurückgreifen. Röhrichtpflanzen wie Schilfrohr, Rohrkolben oder Igelkolben sorgen auf natürliche Weise dafür, dass die Teichfläche offen bleibt und ermöglichen auch bei längeren Frostperioden den nötigen Luftaustausch.

Eisfreihalter im Gartenteich: Sinnvoll oder nicht?