6 Vorurteile, die Muslimas nicht mehr hören können

Sara Coughlin

Die Welt ist voll von tollen Frauen, unter ihnen natürlich auch viele Muslimas. Dennoch geraten gerade diese Frauen immer wieder in den Mittelpunkt erhitzter Diskussionen. Wir wollen das ändern und ein paar Klischees aus den Köpfen verbannen. In den folgenden sechs Slides beziehen sechs junge Muslimas auf Reddit Stellung zu den geläufigsten Vorurteilen, mit denen sie immer wieder konfrontiert werden.

„Die Anzahl der Menschen, die denken, ich würde mein Kopftuch niemals abnehmen, ist enorm hoch! ‚Und wie duschst du eigentlich?‘“

– Reddit-Userin Gowahoo

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

„Mir wurde ständig unterstellt, muslimische Frauen seien unmündig, dass sie kein Mitspracherecht hätten... Irgendwann wurde mir das zu viel. Ich wollte etwas dagegen unternehmen. Also habe ich einen Podcast ins Leben gerufen, mit dem ich muslimischen Frauen eine Plattform biete, ihre Geschichten vom Leben, dem Muttersein, der Ehe und dem Arbeitsleben zu erzählen.“

– Fousia

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

„Wie oft ich das schon gehört habe: Muslimas werden gezwungen, sich zu bedecken. Und dass jede Muslima, die ein Kopftuch trägt, eine Gehirnwäsche durchmachen musste. Wirklich? Der Islam ist schon so alt – glaubt wirklich jemand, dass alle Frauen, die jemals ein Kopftuch getragen haben, dazu gezwungen wurden und unterdrückt waren? Wir sind doch genauso reflektierte Wesen wie jeder andere auch, wir brauchen also auch keine Nachhilfe, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie wir unseren Glauben ausleben oder woran ich überhaupt glauben will. Aber danke der Nachfrage!“

„Außerdem steht im Koran nirgendwo etwas von einem Kopftuch. Dort steht lediglich etwas von Sittsamkeit und Schlichtheit. Das bezieht sich jedoch nicht nur auf die Kleidung, sondern auf das Benehmen allgemein: kein Schreien, kein Schimpfen, keine Obszönitäten. Es wird lediglich erwähnt, dass Frauen ihr Dekolleté und Männer ihren Bauchnabel bedecken sollten.“

– Reddit-Userin msgrump

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

„Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen denken, der Islam sei eine Religion voller Zwänge: zwanghaftes Konvertieren, Rekrutieren, gezwungene Bedeckung. Dabei gibt es im Islam auch das sehr wichtige, grundlegende Prinzip, dass es keine Zwänge geben darf.“

– Reddit-Userin MeredithOfArabia

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

„Nicht jede Frau, die ihr Haar bedeckt, ist supertraditionell oder streng religiös.“

– Reddit-Userin Lady25

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

„Mich nervt es am meisten, wenn die Leute meinen Hijab als Diskussionsgrundlage sehen. Als Provokation. Als hätte ich sie nach ihrer Meinung gefragt. Wenn jemand ein Kreuz trägt, wird er oder sie doch auch nicht direkt darauf angesprochen. Genauso übrigens andersherum: Wenn Hijabis fragen, warum man kein Kopftuch trägt. Dabei gibt es wirklich andere Probleme, über die wir vielleicht eher sprechen sollten: Was im Mittleren Osten passiert, zum Beispiel.“

– Reddit-Userin iwantoutnownow

Foto: Nikki Kahn/The Washington Post/Getty Images.

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