7 Tipps zum Einschlafen, wenn es draußen einfach zu heiß ist

Cory Stieg

Ein Sommernachtstraum? Ich glaube nicht, denn in England war’s im 16. Jahrhundert kaum so heiß wie in Mitteleuropa 2018 und 2019. Wer unterm Dach wohnt, weiß, wovon ich spreche. Wer sowieso schon Probleme hat, einzuschlafen, der hat es im Hochsommer doppelt schwer. Das bestätigt auch der Schlafforscher Dr. Matthew Ebben. „Temperatur ist ein wichtiger Faktor beim Ein- und Durchschlafen, das wird häufig unterschätzt. Unser Biorhythmus ist darauf ausgelegt, dass der Körper nachts im Schlaf runterkühlt.“ Wenn es also heiß ist, ist es schwieriger auf die gewünschte Schlaftemperatur zu kommen und man hat Probleme beim Einschlafen. Denn in einem warmen und schlimmstenfalls feuchten Umfeld kann der Organismus schlecht Hitze abgeben. Hohe Temperaturen können außerdem zu einer Stressreaktion des Körpers führen – nicht gerade das Beste, wenn man durchschlafen möchte.

Die optimale Schlafzimmertemperatur beträgt 18,5 Grad Celsius. Was kannst du jedoch tun, wenn es wärmer ist und du keine Klimaanlage hast? Dr. Ebben denkt kurzfristig: „Dann kauft man sich eine.“ Da Klimaanlagen aber nur dich temporär abkühlen, die Umwelt allerdings eher anheizen, haben wir noch zehn andere Tipps, wie man bei Hitze ein- und durchschlafen kann – ohne langfristigen Schaden anzurichten.

Vor dem Schlafen unter die Dusche springen.

Wenn man nach einem warmen Tag nach Hause kommt, hat man meist eh schon das Bedürfnis, zu duschen. Aber laut Dr. Ebben kann das auch tatsächlich beim Einschlafen helfen. Dafür muss man sich aber nicht unter eine eiskalte Dusche stellen. „Warme Duschen und Bäder fördern erwiesenermaßen den Tiefschlaf “, sagt er. Tiefschlaf ist besonders wichtig, um am nächsten Morgen richtig erholt zu sein. „Wenn man seinen Körper vor dem Schlafen aufwärmt und dann in einem normal temperierten Raum schlafen geht, hat man größere Chancen auf Tiefschlaf.“

Ein paar lockere Sportübungen machen.

Wenn man sich dazu überwinden kann, kann eine sanfte Sporteinheit vor dem Zubettgehen den Schlaf durchaus fördern, erklärt Dr. Ebben. Dass man durch Sport am Abend zu aufgeregt ist und deswegen nicht einschlafen kann, stimmt nur bedingt. „Wenn man sich vor dem Schlafen bewegt, erhöht das die Körpertemperatur. Wie schon beim warmen Duschen kann auch das den Tiefschlaf begünstigen“, ergänzt Ebben. Wichtig ist nur, dass die Übungen nicht so energetisch sind, damit einem nicht zu heiß wird. Ein Yogavideo mit einem entspannten Flow extra für den Abend auf Youtube kann da genau das Richtige sein.

Einen Ventilator besorgen.

Wer sich keine Klimaanlage leisten kann oder will, für den*die bleibt immer noch ein Ventilator als Option. Der macht zwar ein paar Geräusche, aber ein monotones Summen kann durchaus beruhigend sein, erklärt Dr. Ebben.

Kalte Wickel benutzen.

Kalte Wickeln an den Pulsstellen wie Handgelenk, Fesseln, der Rückseite der Knie und am Nacken helfen, den gesamten Körper runterzukühlen.

In Baumwolle schlafen.

Eigentlich logisch: Wenn es ums Bettzeug geht, ist weniger im Sommer mehr. Man sollte so viele Deckschichten wie möglich weglassen, rät Dr. Ebben. Darüber hinaus sind Baumwollbezüge bei Hitze besser als solche aus Polyester, weil sie luftdurchlässig sind und Feuchtigkeit besser transportieren.

Keinen Memory Foam verwenden.

Memory Foam kann isolierend wirken, sodass er die Körperhitze einschließen kann. Im Sommer sollte man deshalb auf eine andere Matratze wechseln.

Den*die Partner*in rausschmeißen.

Zusammen zu schlafen ist schön und intim. Aber es fördert eben auch die Hitze. Wer kann, sollte deshalb zugunsten eines erholsamen Schlafs bei über 35 °C auf das nächtliche Kuscheln verzichten. Da wir ja immer noch in Mitteleuropa leben, ist zusammen schlummern spätestens von September bis Juni dann wieder jede Nacht drin.

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