8 Trends, die ihren Ursprung im Feminismus haben

Kat George

Denk nur an die weit geschnittene Hose und den Blazer, die du heute trägst, und wie gut du dich darin fühlst. Beide Teile hast du auch der zweiten Welle des Feminismus zu verdanken. In den 60er und 70er Jahren haben Feministinnen die harte Arbeit der Suffragtten fortgeführt und für soziale, ökonomische und politische Freiheit gekämpft. Besonders in den 60er Jahren wurde parallel die Mode runderneuert. Betty Friedan (Autorin von The Feminine Mystique) hat traditionelle Kleidung als einschränkend und limitierend eingeordnet. Sie sah sie als triviale Beschäftigung, um Frauen von ihren wichtigeren Aufgaben abzulenken. Gloria Steinem, eine Aktivistin die besonders im Fernsehen und in den Medien zu sehen war, betonte immer wieder ihre Bedeutung, um der Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Abgesehen von ihren Ansichten haben beide Pionierinnen die Mode von Frauen verändert. Das war zwar vielleicht nicht ihre Intention, doch in ihrem Kampf um Gleichheit ist es ihnen gelungen, die Paradigmen, wie eine Frau aussehen sollte, zu verschieben. Viele Looks vergangener Tage beeinflussen uns auch heute noch. Von der baggy Jeans bis zum oversize Blazer - all diese Stücke stehen für Frauen, die gegen die Einschränkung ihres Geschlechts kämpfen.

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Miniröcke

1966 hat die britische Designerin Mary Quant maßgeblich dazu beigetragen, Miniröcke groß rauszubringen. Sie stehen sinnbildlich dafür, stolz auf Weiblichkeit zu sein und sind gleichzeitig ein Zeichen kultureller Rebellion.

Als die feministische Bewegung sich in den 70er Jahren intensivierte, wurden Miniröcke zum Zeichen der Objektivierung und waren nicht mehr angesagt bei Feministinnen. Auch heute stehen sie noch im Zusammenhang damit, dass Opfern sexueller Gewalt häufig die Schuld zugeschoben wird.

Photo: Roger Viollet Collection/Getty Images.

Blazer

Dieser Trend begann damit, dass Frauen Anzüge für sich entdeckten. Sie kämpfen für persönliche und professionelle GleichheitM dazu passt auch der Blazer. Um in der Männerwelt ernst genommen zu werden, hilft der Look und Frauen eigneten sich ihn an. Was wir heute als Boyfriend Blazer kennen, hat seinen Ursprung hier.

Photo: Getty Images.

Hosen mit weit geschnittenem Bein

Als Feministinnen es ablehnten durch den männlichen Blick zum Objekt degradiert zu werden, haben sie sich auch Hosen mit einem weiten Bein angeeignet. Das ging Hand in Hand mit der Hippie-Bewegung der 70er Jahre. Palazzo-Hosen und Culottes sind also auch ein Symptom dafür, dass Frauen patriarchalische Normen ablehnen.

Photo: Kourken Pakchanian/Getty Images.

Oversize Shirts
Genau wie Boyfriend-Blazer hinterfragen auch diese Styles den Status Quo. Weite Shirts gehören zur Arbeiterklasse und sind kein Kleidungsstück, mit dem man Frauen typischerweise assoziert.

Photo: Rolls Press/Popperfoto/Getty Images.

Loafers

In der zweiten Welle des Feminismus wurden hohen Schuhe abgelehnt. Loafer, also quasi die Schuhe des Moments, wurden zur Norm. Und das gilt nicht nur für Businessfrauen.

Photo: Getty Images.

Jeans
Sie finden sich heute längst in jedem Kleiderschrank. Doch in den 60er Jahren, haben Frauen sie wirklich für sich entdeckt. Auch um die Grenzen zwischen den Geschlechtern zu verwischen. Jeans sind heute wirklich geschlechtsneutral.

Photo: Mondadori Portfolio/Getty Images.

Kein BH

Bei der Miss America Wahl am Atlantic City Convention Center wurden 1968 nicht nur BHs sondern damit quasi auch Konventionen verbrannt. Genau wie High Heels wurden sie als einschränkend wahrgenommen und wurden so verstanden, dass sie zur Fetischisierung der Frau beitragen. Es ist also auch fast selbstverständlich, dass du dich beim nachhause kommen so sehr darüber freust, deinen BH ausziehen zu können.

Photo: Getty Images.

Vintage

Die Liebe zu Second-Hand-Shops befreit Frauen von der Bürde des Konsums. Die Modemeute liebt Vintage heute genau so wie in den 60er oder 70er Jahren. Das ist nicht nur nachhaltiger sondern dort findet man auch Stücke, die nicht jeder hat.

Photo: Lipnitzki/Roger Viollet/Getty Images.

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