9-jähriger Kade Lovell gewinnt versehentlich 10-Kilometer-Lauf

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Der 9-jährige Kade Lovell hat aus Versehen einen Lauf über zehn Kilometer gewonnen. Während die Mutter in Panik verfiel, lief ihr Sohn sogar der erwachsenen Konkurrenz davon.

Kade Lovell zog der Konkurrenz bei einem Dauerlauf davon. (Symbolbild: Getty Images)

Mit 48 Minuten auf zehn Kilometern lief Lovell eine starke Zeit und war eine Minute schneller als der Zweitplatzierte. Aber wie konnte es überhaupt zu dem Vorfall kommen? Angemeldet war er schließlich nicht für den Lauf. Die Erklärung ist eigentlich sehr simpel: Lovell lief den Lauf der Kinder über fünf Kilometer, bog dann aber auf den Rat einer Zuschauerin falsch ab. Plötzlich fand er sich auf der falschen Laufbahn wieder - und folgte ihr bis zur Ziellinie.

Seine Mutter derweil wartete an der Ziellinie der Kinder und wurde von Minute zu Minute panischer: "Ich war zu Tode erschrocken.” Als von ihrem Sohn weit und breit nichts zu sehen war, begann die Mutter damit, die Strecke abzusuchen. Natürlich ohne Erfolg, weil ihr Kind die Route geändert hatte.

Mutter verfällt in Panik - Kade Lovell schlägt die Erwachsenen

Lovells Mutter stellte eine Suchgruppe zusammen und wurde schließlich fündig. Ihr Sohn stand im Ziel der Erwachsenen. “Als er im Ziel war, dachte ich 'Jetzt hast du ein Problem'", erinnerte sie sich. Doch schnell konnte das Missverständnis aufgeklärt werden. Und die Mutter dürfte sicherlich auch ein wenig stolz auf ihren Dauerläufer gewesen sein.

Kade bemerkte offenbar, dass die Strecke deutlich länger als gewohnt war und verfiel in Panik. Um den Lauf möglichst schnell zu beenden, lief er mit hoher Geschwindigkeit weiter. Das zumindest ist die Theorie seiner Mutter. Kade selbst meinte ganz cool: “Ich habe einfach meine Geschwindigkeit beibehalten."

Abgesehen davon ist der 9-Jährige schon jetzt ein begnadeter Sportler und nimmt regelmäßig an Läufen teil. Sein Ziel sind nicht umsonst die Olympischen Spiele - zumindest vorerst in der Junior-Variante. Mit seiner Leistung über zehn Kilometer dürfte er dafür schon ein Ausrufezeichen gesetzt haben. Nur sollte dann vielleicht seine Mutter an der Strecke stehen und die richtige Richtung anzeigen.

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