Ab Juni - Pannenhilfe vom ADAC auch für Fahrräder

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Wer mit dem Auto stehen bleibt, wählt als ADAC-Mitglied einfach die Nummer des Pannendienstes und muss sich ab da um nichts mehr kümmern, sondern nur noch darauf warten, bis er abgeschleppt wird. Wer allerdings mit seinem Fahrrad eine Panne hat, darf im schlimmsten Fall zu Fuß nach Hause laufen. Doch das ändert sich ab dem 1. Juni.

Der ADAC hilft ab 1. Juni auch bei Unfällen mit dem Fahrrad (Symbolbild: Getty Images)
Der ADAC hilft ab 1. Juni auch bei Unfällen mit dem Fahrrad. (Symbolbild: Getty Images)

Auf der ADAC Hauptversammlung in Wiesbaden kündigte Präsident Christian Reinicke die Fahrrad-Pannenhilfe für alle Mitglieder an. Ab 1. Juni können Mitglieder, die mit dem Fahrrad liegen bleiben, ebenfalls auf den Pannenservice des ADAC zurückgreifen – und zwar kostenlos und rund um die Uhr.

Was ist alles beim Fahrrad-Pannendienst inbegriffen?

ADAC-Mitglieder dürfen sich freuen: Wer aufgrund eines Reifen-, Ketten- Brems- oder Akkuproblems mit seinem Fahrrad nicht mehr weiterfahren kann, muss sein Rad ab dem Stichtag nicht mehr einfach stehenlassen, sondern bekommt entsprechend Hilfe vom Pannendienst. Im Klartext bedeutet das, dass Mitglieder Hilfe erhalten, wenn ihr Fahrrad durch einen Unfall beschädigt wurde oder durch eine Panne nicht mehr fahrtüchtig ist. Ebenso wird Hilfe geleistet, wenn der Akku des E-Bikes kaputt oder komplett entladen ist. "Für mich ist dieses neue Angebot das sichtbarste Zeichen dafür, dass der ADAC den Wandel der Mobilität mitgeht. Und zwar verkehrsmittelunabhängig", sagte ADAC Präsident Christian Reinicke bei der Vorstellung des neuen Services.

Doch wie läuft der Fahrrad-Pannendienst ab? Die Gelben Engel ermitteln den Schaden und versuchen ihn, vor Ort zu reparieren. Sollte das allerdings nicht möglich sein, wird ein Transport zur nächsten geeigneten Werkstatt organisiert. Auch das Gepäck oder die Ladung wird dabei mitgenommen, vorausgesetzt der Pannen-Ort ist für den PKW legal erreichbar. "Wir wollen dem Mitglied die Weiterfahrt so rasch es geht ermöglichen und Unannehmlichkeiten ersparen", sagte Thomas Reynartz, Leiter der ADAC Pannenhilfe. Für einen reibungslosen Ablauf des neuen ADAC-Services wurden deshalb Pannenhelfer geschult und die Pannendienst-Fahrzeuge entsprechend ausgestattet. "Wir tun das, um eine Mitgliedschaft im ADAC attraktiver zu machen. Wir wollen als ADAC weiter wachsen", so Reinicke.

Erfolgreiche Testphase in Berlin und Brandenburg

Damit der Automobilclub bundesweit Radfahrer*innen wieder in den Sattel helfen kann, wurde der neue Service als Pilotprojekt bereits in Berlin und Brandenburg eingeführt. Seit Juli 2021 sind dort alle der 150 arbeitenden Pannenhelfer auch für mögliche Fahrradpannen gerüstet und darauf geschult. In der Testphase konnten sie rund 400 Radfahrer*innen helfen. Die häufigste Pannenursache mit weitem Abstand: platte Reifen. Darauf folgten Probleme mit Kette, Bremse und Schaltung.

Die Reparaturen dauerten in der Regel etwa 40 Minuten, doppelt so lang wie beim Auto, weil die Pannenhelfer noch Erfahrung sammelten. Doch der Pannendienst kam bei den meisten Testpersonen gut an. "Wir bekommen dafür viel positive Resonanz", sagte der Gelbe Engel Jens Nebrich über seine ersten Einsätze als Fahrrad-Pannenhelfer.

Wer kann den Service nutzen?

Der Service gilt für alle Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs und Fahrradanhänger. Kostenlose Hilfe ab 1. Juni erhalten Mitglieder und ihre minderjährigen Kinder mit allen Fahrradtypen, soweit sie nicht zur gewerblichen Personenbeförderung genutzt werden. Eine ADAC-Mitgliedschaft – für Auto und Fahrrad – ist ab 54 Euro jährlich zu haben. Eine Ausnahme macht der ADAC allerdings und schreibt auf seiner Webseite: "Wir öffnen keine Fahrradschlösser, da wir in dieser Situation die Eigentumsverhältnisse des Fahrrads nicht zweifelsfrei feststellen können."

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