Acht Millionen Deutsche überziehen ihr Konto für den Urlaub

Antonie Hänel
Freie Autorin

Das Fernweh lässt die Deutschen zur Urlaubszeit in die roten Zahlen rutschen - und die meisten kommen aus dem Dispo nicht mehr so schnell heraus, wie eine neue Umfrage ergeben hat.

Urlauberin am Flughafen in Bangkok (Bild: Getty Images)

Knapp acht Millionen Deutsche überziehen für den Urlaub ihr Konto, wie eine neue Umfrage ergeben hat, die von dem Kreditportal smava in Auftrag gegeben wurde.

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Demnach sind dieses Jahr bereits 4,2 Millionen Menschen für den Urlaub ins Dispo gerutscht, während 3,5 Millionen damit rechnen, dies durch die Ausgaben während der Reise zu tun.

Was die meisten dabei verdrängen: Der Dispokredit ist zwar praktisch, aufgrund der Zinsen von durchschnittlich 9,68 Prozent aber auch teuer.

Es droht eine Dauerverschuldung

Umso erstaunlicher, dass die meisten, die ins Minus gerutscht sind, ihr Konto nicht innerhalb eines Monats wieder ausgleichen. 42 Prozent brauchen mindestens drei Monate, acht Prozent sogar mehr als ein Jahr. Das Portal warnt davor, dass 79 Prozent der Verbraucher deshalb eine teure Dauerverschuldung droht.

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“Es empfiehlt sich nicht, schnell vergängliche Dinge wie einen Urlaub zu finanzieren. Wer es dennoch tut, sollte nicht die bequemste, sondern die günstigste Option nutzen”, rät Alexander Artopé, der Geschäftsführer von smava.

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