Adventskranz & Co: So schützt du dich in der Weihnachtszeit vor Bränden

Meike Strüber
·Editor
·Lesedauer: 3 Min.

In der Adventszeit zünden viele zu Hause Lichter an: Die Kerzen des Adventskranzes sind in den meisten Haushalten echt, und nicht elektrisch. Das ist einfach gemütlicher. Damit die Besinnlichkeit nicht in einem Flammeninferno endet, solltest du jedoch ein paar Regeln beachten.

Adventskranz
Echte Kerzen auf einem Adventskranz sorgen zwar für weihnachtliche Stimmung, sind aber nicht ungefährlich. (Bild: Getty Images)

Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland in der Adventszeit leider zahlreiche folgenschwere Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen verhindert werden könnten. Was viele vergessen: Jede einzelne Kerze, so schön sie auch ist, ist eine potentielle Gefahrenquelle: sie ist ein offenes Feuer, dessen Flamme bis zu 750 Grad Celsius heiß werden kann!

Defekte Lichterketten mit Glühbirnen erzeugen ebenso brandgefährliche Temperaturen um die 300 Grad Celsius. So verursachen Adventskränze, Gestecke und Weihnachtsbäume alle Jahre wieder zahlreiche Wohnungsbrände.

Um dies zu verhindern, rufen Feuerwehrverbände gerade in der Adventszeit immer wieder zu Achtsamkeit im Umgang mit Feuer auf.

Sichere Adventszeit - darauf solltest du achten

Wenn du einen klassischen Adventskranz aus Tannenzweigen aufstellst, solltest du darauf achten, dass die Zweige nicht zu trocken werden. Tipp: Es kann helfen, die Tannennadeln regelmäßig mit Wasser zu besprühen. Hilft das nicht mehr, sollten ausgetrocknete Zweige vom Kranz entfernt werden, denn sie stellen eine potenzielle Brandgefahr dar.

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Gleiches gilt für Weihnachtsbäume. Du solltest bereits beim Kauf darauf achten, dass der Baum möglichst frisch ist. Ist er dann zuhause eingezogen und aufgestellt, ist regelmäßiges Wässern wichtig. Das schützt nicht nur den Boden vor unliebsamen Nadelbelag, denn ist der Baum gut durchfeuchtet, fängt er nicht so schnell Feuer.

Müssen es unbedingt echte Kerzen am Baum sein?

Wer sich echte Kerzen partout nicht verkneifen kann, sollte die Kerzen am Baum mit ausreichend Abstand zueinander anbringen. Ganz wichtig: Wenn du den Raum verlässt, müssen zunächst die Kerzen gelöscht werden. Wer brennende Kerzen auch nur eine Viertelstunde unbeobachtet lässt, handelt bereits grob fahrlässig - und mindert damit den Versicherungsschutz.

Weihnachtsbaum fängt Feuer: Auf die Katastrophe vorbereitet sein

Für den Notfall ist es ratsam, neben dem Weihnachtsbaum Wasser - in einem Eimer oder einer Gießkanne - bereitzustellen. Noch besser wäre ein Feuerlöscher, mit dem die Flammen erstickt werden können.

Du hast noch keinen Adventskranz? So machst du ihn ganz leicht selbst

Grundsätzlich rät die Feuerwehr: Brennt mal der Adventskranz oder Weihnachtsbaum, solltest du Löschversuche nur unternehmen, wenn dabei niemand verletzt wird. Ist das nicht möglich? Dann sollte der Raum, in dem es brennt, schnell verschlossen werden, und alle Personen sollten das Haus verlassen und die Feuerwehr unter 112 benachrichtigen.

Nicht vergessen: Auch andere Parteien des Hauses müssen dringend über das Feuer im Haus informiert werden.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Diese einfachen Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stelle Kerzen immer nur in eine standfeste, nicht brennbare Halterung und nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft.

  • Lösche Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.

  • In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen besser (diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen)

Wer diese Regeln beherzt, kann sich auf eine sichere und besinnliche Adventszeit freuen.

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