Airline-Mitarbeiter verraten: Dieses Codewort bedeutet, dass ein Verstorbener mitfliegt

Das Personal an Bord eines Flugzeugs hat ein bestimmtes Codewort, um über tote Passagiere zu sprechen. (Bild: Getty Images)

Manchmal transportieren Flugzeuge nicht nur lebendige Passagiere – wenn ein Toter an Bord ist, nutzt die Crew ein besonderes Codewort, um sich darüber zu verständigen.

Nicht jeder Fluggast würde sich bei dem Gedanken wohlfühlen, dass mit ihm ein Verstorbener in den Urlaub fliegt. Tatsächlich müssen Tote manchmal aber im Frachtraum in ein anderes Land überführt werden – in diesem Fall nutzen Airline-Mitarbeiter ein bestimmtes Codewort, um die Passagiere nicht zu beunruhigen.

Je nach Fluggesellschaft kann das Codewort variieren. Laut der britischen News-Seite „The Sun“ bezeichnet man tote Passagiere bei dem US-amerikanischen Unternehmen American Airlines als „Jim Wilson“. Müssen Durchsagen gemacht werden, die den Transport einer Leiche betreffen, greift das Personal auf diesen speziellen Decknamen zurück. Auch einige deutsche Airlines bezeichnen Verstorbene so, wie ein anonymer Mitarbeiter der Webseite „Travelbook“ mitteilte.

Nicht selten werden Verstorbene im Frachtraum eines Passagierflugzeugs in ein anderes Land überführt. (Bild: Getty Images)

Andere Fluggesellschaften sprechen von Hugo, wenn es um einen toten Passagier im Flugzeug geht. Das Codewort setzt sich im Englischen aus den Worten „human gone“ (dt.: verstorbener Mensch) zusammen. Hierzulande soll Hugo auch „Heute unerwartet gestorbenes Objekt“ bedeuten – dies trifft aber vor allem auf Menschen zu, die während des Fluges versterben. Manchmal wird ein Toter auch als „HR“ bezeichnet, was im Englischen für „human remains“ (dt.: menschliche Überreste) steht.

Stirbt ein Mensch tatsächlich während eines Fluges, versucht das Personal an Bord, den Leichnam in eine unbesetzte Reihe umzusetzen. Manche Flieger haben auch einen besonderen Bereich, in dem der Verstorbene bis zur Landung verbleiben kann. Vor allem bei Langstreckenflügen ist dies wichtig, um die anderen Passagiere nicht mit der Leiche zu konfrontieren.

Selten kommt es aber dennoch vor, dass tote Passagiere bis zur Landung neben anderen Fluggästen in der Kabine bleiben müssen. Im vergangenen Jahr war eine 50-jährige Diabetikerin während eines Fluges von Antalya nach Moskau gestorben, weil sie ihre Medikamente nicht parat hatte. Das Flugzeug war komplett ausgebucht – die Tote musste deshalb drei Stunden lang im Gang zwischen den anderen Passagieren liegen.