Aktionsangebot wegen Coronavirus: Aldi Nord und Süd bieten Hygieneartikel an

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Die Angst vor dem Coronovirus steigt ebenso wie die Nachfrage nach Hygienemitteln. Aldi Nord und Süd reagieren und nehmen ab kommender Woche Desinfektionsprodukte ins Sortiment auf.

Bild: Getty Images

Aldi reagiert auf das Coronavirus. Sowohl die Einzelhandelsgruppe im Norden Deutschlands auch die Filialen im Süden bieten ab nächster Woche Hygieneartikel zum Schutz vor der Infektionskrankheit an. Beobachter erwarten einen Sturm auf die Geschäfte nie dagewesenen Ausmaßes.

Wie das Tech-Magazin Chip berichtet, beginnt das Aktionsangebot bei Aldi Süd und Aldi Nord am 9. März. Es würden demnach Hygieneartikel für Haut, Hände und Oberflächen in den Regalen stehen. Beide Discounter wollen unter anderem ein Desinfektionsspray von Vibasept für jeweils 1,75 Euro anbieten. Das Sortiment besteht auch aus Hygienetüchern und -handgel. In Aldi Nord wird es darüber hinaus Hygieneprodukte der Eigenmarke Ombia Med für 1,65 Euro geben.

Solange Vorrat reicht

Für einen Ansturm auf die Aldi-Filialen sprechen nicht nur die niedrige Preise für die Hygieneartikel, sondern auch das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. Zumindest in Aldi Süd wird das Angebot begrenzt sein. Die Produkte würden "in haushaltsüblichen Mengen zur Verfügung stehen", heißt es von der Pressestelle des Discounters auf Anfrage von Chip. Das Angebot gelte, nur solange der Vorrat reicht.

Die Nachfrage nach Hygienemittel steigt zunehmend. Entsprechende Artikel sind seit Wochen ausverkauft oder nur begrenzt verfügbar. Die Hersteller haben auf die Engpässe reagiert und die Produktion angehoben. Es könnten jedoch Wochen vergehen, bis sich die Produktionssteigerung in den Märkten oder Apotheken bemerkbar macht.

Graphische Darstellung des Coronavirus (Bild: Getty Images)

Angst vor Coronavirus

Weltweit haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts mehr als 89.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am stärksten betroffen ist China, wo es bis 2. März, 15:00 Uhr 80.176 gemeldeter Fälle gab. In Südkorea sind mehr als 4.200 Menschen von der Infektionskrankheit betroffen. In keinem anderem europäischen Land gibt es mehr Infizierte als in Italien, wo bis zum genannten Zeitpunk 1.694 Menschen erkrankt waren.

In Deutschland wurden 157 Menschen Menschen auf SARS-COV-19 getestet. Die meisten Infizierte gibt es in Nordrhein-Westfalen mit 90 Fällen, gefolgt von Bayern (26), Baden-Württemberg (20) und Hessen (10). Andere Bundesländer melden jeweils einen oder zwei Erkrankte.