Alarmierende Studie: Wie der Klimawandel neue Pandemien begünstigt

Die Klimakrise könnte weitere verheerende Pandemien auslösen. Das ist die Erkenntnis einer neuen Studie, die von Wissenschaftler*innen mehrer Universitäten durchgeführt und im Fachmagazin 'Nature' veröffentlicht wurde. Die Expert*innen schätzen, dass der Klimawandel dazu beiträgt, das im Laufe der nächsten 50 Jahre rund 15.000 "potenziell verheerende" Virentypen auf andere Arten überspringen.

Der so genannte "zoonotische Spillover" wird von Tieren verursacht, die sich aufgrund der steigenden Temperaturen neue Lebensräume suchen und kann eine ähnliche Krise auslösen wie Covid-19. "Diese Arbeit legt mehr unwiderlegbare Beweise dafür vor, dass die kommenden Jahrzehnte nicht nur wärmer sondern auch kranker werden", sagte Studien-Co-Autor Dr. Gregory Albery."Wir haben einen neuen und potenziell verheerenden Mechanismus für die Entstehung von Krankheiten aufgezeigt, der die Gesundheit von Tieren bedroht und wahrscheinlich auch Folgen für uns haben wird."

Seine Prognose ist düster: "Das wird passieren, und selbst die optimistischsten Klima-Szenarien können es nicht verhindern. Wir müssen daher Maßnahmen ergreifen, um mit unsere Gesundheits-Infrastruktur die Tiere und Menschen zu schützen."

"Ohne großangelegte Investitionen in Pandemie-Prävention werden wir uns in einer Welt wiederfinden, in der nur noch die Reichen den Auswirkungen immer ansteckenderer Ausbrüche entkommen können" glaubt auch Aaron Bernstein von der Harvard University.

Expert*innen empfehlen unter anderem "die Erhaltung von Lebensräumen, eine strikte Regulierung des Tierhandels und verbesserte biologische Sicherheit für Nutzvieh", um die Auswirkungen kommenden Pandemien abzufedern. Ohne diese Maßnahmen konnten die Kosten für die Gesellschaft in die Billionen gehen.

"Diese versteckten Kosten des Klimawandels werden endlich beleuchtet, und die Vision dieses Papiers zeigt eine hässliche Zukunft für Wildtiere und Menschen", betonte Peter Daszak, Präsident der EcoHealth Alliance.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.