Alfons Schuhbeck: Muss der TV-Koch wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis?

·Lesedauer: 1 Min.

Es ist nicht das erste Mal, dass Alfons Schuhbeck (72) wegen seiner Finanzen in Konflikt mit dem Gesetz gerät. Nachdem der berühmte Koch 1994 wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 128.000 DM und einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, könnte es dieses Mal noch dicker kommen.

Insolvenz und Steuerhinterziehung

2021 hatte Schuhbeck, der neben seiner TV-Karriere (Küchenschlacht) Restaurants, eine Kochschule und einen Gewürzladen betrieb, Insolvenz angemeldet. Der 'Stern' berichtete, dass seine Gläubiger rund 14 Millionen Euro von dem Bayer wollen. Schuhbeck hat für sein Gastro-Imperium zahlreiche Unternehmen gegeründet, die auch gegenseitig Forderungen aneinander stellten. Rechtlichen Ärger gab es zudem, weil Schuhbeck seit 2017 keine Geschäftsberichte für diesen Geschäftsbereich veröffentlicht hat. Last but not least läuft schon seit 2019 ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen Schuhbeck, bei dem es um 2 Millionen Euro gehen soll, wie 'Bild' berichtete.

Alfons Schuhbeck droht Haftstrafe ohne Bewährung

Während die Insolvenz hauptsächlich auf die Corona-Lockdowns zurückzuführen sein soll, wurde seine schlampige Buchhaltung schon länger bemängelt: Der Insolvenzverwalter nannte die vorgelegten Daten für 2016 und 1017 "höchst zweifelhaft, unvollständig und nicht ausreichend belastbar", wie der 'Stern' zitiert, manche Buchungen seien "unplausibel". Sollte der Promi-Liebling und Fernsehkoch, der mit seiner ZDF-'Küchenschlacht' viele Fans gewann und auch schon zwanzig Kochbücher veröffentlichte, für schuldig befunden und verurteilt werden, droht ihm eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung. Ob Alfons Schuhbeck diese Schlacht noch gewinnen kann, bleibt abzuwarten.

Bild: Carl Seidel/picture-alliance/Cover Images

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.