Alles für den Dackel: Darum lieben wir den Dachshund

Egal ob Labrador, Golden Retriever, Beagle, Cocker Spaniel oder unser Dackel – der Hund gilt als bester Freund des Menschen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Fellvariationen: Langhaar, Rauhaar, Kurzhaar, von den unterschiedlichen Farbvariationen noch keine Rede.

Dackel, oder Dachshunde, wie sie auch genannt werden, gehören zu den beliebtesten Hunderassen Deutschlands. Aber warum ist dies so – und woher stammt diese Hunderasse überhaupt?

Zugegeben, etwas gemein ist es schon: Umgangssprachlich wird der Dackel auch als "Sausage-Dog" bezeichnet, was so viel wie "Wursthund" bedeutet. Doch ihr langer Körperbau, die kurzen Füße und die lange, spitze Schnauze zeichnen diesen Hund nun mal aus...

Werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Dackels. Wie jede andere Hunderasse, stammt auch er vom Wolf ab. Die ersten Aufzeichnungen der dackelähnlichen Hunde stammen bereits aus dem Mittelalter. Doch entstanden die Stereotype erst, als man begann, sie für die Jagd zu züchten. Die Liste der Jagdhunde ist jedoch lang: Sie werden (aus dem Englischen) in "Hounds", "Gun Hunde", "Feists", "Terrier" und "Curs" unterteilt. Dabei unterscheidet man "Riech-", "Sicht-" und "Ortungshund" (Spürhunde). Manche der Jagdhund-Rassen haben mehr als nur ein Talent. So suchen Dackel mit ihrer Spürnase zum Beispiel nach verletztem Wild. Da unsere Vierbeiner auch zum Stöbern in Fuchs- und Dachsbauten gebraucht wurden, kristallisierte sich aus den alten Namen der Begriff "Dachshund" heraus.

Der "Teckel" ist in der Lage in unterirdische Bauten zu kriechen und diese zu "sprengen" – also Wildtiere zu verjagen. Durch ihre kurzen Beine sowie einen geringen Brustumfang sind sie flinker, als man bei ihrem Anblick vielleicht erst vermutet. Aus den alten Jagdzeiten wird er inzwischen nur noch zur Niederwildjagd und Kaninchenjagd eingesetzt, aber trotzdem ist er vielen Jägern auch heute noch ein treuer Weggefährte.

Ab einem Alter von 9 Monaten erwacht bei ihnen der Jagdtrieb. Verfolgen sie einmal eine Spur, können sie stundenlang verschollen bleiben.  Doch keine Panik, die meisten kehren von alleine immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt oder nach Hause zurück. Ebenfalls durch den Jagdtrieb verschuldet: Dackel sind kleine Kläffer, was bei nicht erzogenen Hunden manchmal ganz schön nervtötend sein kann. 

Dackel sind sehr aktive Tiere. Viele Dackelarten schwimmen gut und gerne. Für die extrem ängstlichen Fälle gibt es auch Schwimmwesten. Oder Sie führen Ihren Hund mit der Reizangel ins Wasser.  

Natürlich sind aber auch die verspieltesten Hunde immer noch Raubtiere, was sich in ihrer Lieblingsnahrung zeigt. Fleisch und Fisch schmeckt ihnen besonders gut. Insgesamt wird aber gegessen, was auf den Tisch kommt! Doch auch wenn Dackel klein sind – als Hundebesitzer sollte man immer zwischen Trocken- und Nassfutter abwechseln. So bleibt das Gebiss gesund und intakt.  

Und Vorsicht, auch wenn sie unschuldig aussehen: Dackel sind energisch, furchtlos und... stur. Trotzdem lassen sie sich – wie jede andere Hunderasse auch – vom Menschen gut erziehen. Am besten eignet sich eine Hundeschule, da die Tiere hier nicht nur Gesellschaft haben, sondern auch wichtige Kommandos lernen. 

Ein großer Vorteil der Rasse ist, dass Dackel grundsätzlich kinderlieb sind. Auch Autofahren geht in den meisten Fällen problemlos. Sie sind also gute Familienhunde. Apropos Autofahren, können Sie sich noch an den Trend der Wackel-Dackel erinnern?! Diese wackelten uns mit ihren Köpfen durch die Scheibe der Rückbank entgegen.

Leider gehen ihre Welpenzahlen zurück. Sind sie vielleicht nicht mehr trendy genug? Dabei sind sie doch so süß und besitzen in Deutschland einfach Kultstatus!