Alltagsfrage: Wie geht Geschirrspülen richtig?

Katharina Büchele
Freie Autorin

Nicht nur in WGs ein leidiges Thema: der tägliche Abwasch. Hat sich jemand gefunden, der das Geschirrspülen übernimmt, gibt’s verschiedene Philosophien: Die einen spülen vor, die anderen nach und die dritten erledigen alles in einem Spülgang. Wie du besonders effektiv – und vor allem sparsam – mit der Hand abwaschen kannst, erfährst du hier!

Geschirrspülen per Hand: Wer es richtig macht, spart Wasser (Symbolbild: Getty Images)

Wer sich dazu überwunden hat, den Geschirrberg anzupacken, hat beim Abspülen Zeit, sich über die richtige Art und Weise desselben Gedanken zu machen. Dabei spielt neben hygienischen Gesichtspunkten auch der Umweltschutz eine wichtige Rolle: Das Geschirr soll richtig sauber werden, Natur und Ressourcen sollen jedoch nicht unnötig strapaziert werden.

Tipp 1: Optimale Vorbereitung

Am besten die Essensreste abwischen oder abkratzen, damit sie nicht im Spülwasser landen und dieses verschmutzen. Zudem empfiehlt es sich, Eingebranntes mit etwas Spülwasser vorab einzuweichen. Es ist sinnvoll und praktisch, das Geschirr in Reichweite zu sortieren: Zuerst kommt weniger Verschmutztes, wie etwa Gläser und Tassen, an die Reihe, und zum Schluss stark verschmutzte Pfannen und Töpfe.

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Tipp 2: Heißes Wasser

Für ein Maximum an Hygiene sollte das Wasser so heiß wie möglich sein – also so, dass deine Hände es noch gut aushalten können. Heißes Wasser unterstützt zudem das Lösen von Fett und Verschmutzungen.

Tipp 3: Spülmittel richtig nutzen

Mit schmutzlösenden Tensiden arbeiten Geschirrspülmittel gegen Dreck und Co. Wichtig ist, nicht zu viel davon zu verwenden: Schäumt es zu stark, sinkt die Reinigungsleistung und die Umwelt wird unnötig belastet. Außerdem: Gib’ das Spülmittel erst ins Wasser, wenn das Spülbecken voll ist, um übermäßige Schaumbildung zu vermeiden. Bei der Dosierung auf die Dosieranleitung achten und nicht zu viel zu verwenden – vor allem auch dann, wenn es sich um ein Konzentrat handelt. Fällt der Schaum zusammen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Tenside nicht mehr richtig arbeiten können. In diesem Fall solltest du auf neues Spülwasser setzen.

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Tipp 4: Zubehör pflegen

Schwamm und Spültuch sollten einmal die Woche, oder wenn sie den Geruchstest nicht mehr bestehen, ausgewechselt werden. Sie müssen nicht zwingend in den Müll, sondern können je nach Produkt bei 60° C in die Waschmaschine – nachhaltig und praktisch, da das ständige Nachkaufen weniger wird. Wichtig ist, dass auch Spülbürste und Co. nach dem Einsatz sauber abgespült werden und danach gut trocknen können, da ein feuchtes Klima Keimbildung fördern kann.

Tipp 5: Wasser sparen

Laut Deutsches Grünes Kreuz e.V., Informationsportal für Gesundheit, ist der Wasserverbrauch beim Geschirrspülen per Hand gegenüber der Spülmaschine um das 3,5-fache höher. Um Wasser zu sparen, sollte nicht unter fließendem Wasser gespült werden. Beherzigst du oben genannte Tipps, sollte ein Hauptspülgang reichen, da das Vorspülen durch Einweichen und Abkratzen bzw. Abwischen der Speisereste entfällt. Wer nicht aufs Nachspülen verzichten möchte, sollte anstelle von fließendem Wasser ein extra Becken mit klarem Wasser nutzen.

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Geschirrspüler sind in punkto Energie- und Wasserverbrauch deutlich umweltfreundlicher (Symbolbild: Getty Images)

Abwasch per Hand vs. Geschirrspülmaschine

Ob das Abwaschen per Hand oder per Geschirrspüler effektiver ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Grundsätzlich hat das Spülen mit der Maschine die Nase vorn. Entscheidend ist laut einer Studie der Uni Bonn jedoch, die Spülmaschine richtig zu nutzen: So ist das Vorspülen von Besteck und Tellern nicht notwendig, außerdem ist darauf zu achten, die Geschirrspülmaschine vollständig und richtig zu beladen. Hohe Programmtemperaturen sollte man außerdem vermeiden – denn diese verschwenden nur unnötig Energie.

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