Alltagsfrage: Woraus besteht eigentlich die “Babybel“-Hülle?

Antonia Wallner
Freie Autorin

Sie sind klein, rot und haben einen unverwechselbaren Namen: Die Käselaibchen “Mini Babybel“ liegen seit über 50 Jahren in ihrem Netz im Supermarkt. Käse-Fans stellen sich oft zwei Fragen: Woraus besteht diese rote Hülle und kann man sie mitessen?

Mini Babybel – klein, rot und praktisch. (Bild: Getty Images)

Bababa-Ba-Babybel... Der Werbesong der roten Babybels war eine Zeit lang ein echter Ohrwurm. Praktisch, klein und lecker sind die Käseportionen ideal für die Brotzeit oder zum Snacken für zwischendurch. Besonders waren die Mini-Käse auch durch ihre Schutzhülle: Wer den Käse essen will, muss die runden Laibchen zunächst aus ihrer roten Zip-Schicht befreien. Oder?

Ist die Babybel Hülle essbar?

Es gibt die eine Babybel-Fraktion, die die rote Hülle einfach mitisst. Sei es aus Faulheit oder einfach, weil sie die Umrandung für eine essbare Rinde halten. Auch der eine oder andere, der die Käseportionen zum ersten Mal probiert, steckt sie sich direkt ohne Auspacken in den Mund. Ist die rote Hülle denn überhaupt zum Verzehr geeignet oder am Ende gar giftig?

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Die gute Nachricht: Die Hülle ist ungiftig. Sie besteht aus ganz normalem Wachs. Laut Babybels Webseite besteht der “Frischetresor“ aus einer Mischung aus Paraffin und Mikro-Kristallen. Die weniger gute Nachricht für alle, die die rote “Rinde“ immer mitgegessen haben: Zum Verzehr ist sie – eigentlich – nicht geeignet. Ein gesundheitliches Risiko besteht laut der Firma nicht.

Kerzen aus der Babybel-Hülle

Tatsächlich solltet ihr die Hülle aber auch nicht entsorgen. Denn aus der Wachsschicht lassen sich ganz easy schöne rote DIY-Kerzen herstellen. So gehts:

1. Arbeitsplatz mit Backpapier oder altem Zeitungspapier ausstatten. Geeignete Form für die Kerze bereitstellen, zum Beispiel einen alten Plätzchenausstecher oder eine Silikonform.

2. Kerzendocht oder alternativ einen gedrehten Bindfaden bereitstellen.

3. Babybel-Hülle in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen.

4. Flüssiges Wachs vorsichtig in zwei Schichten in die Form gießen, Docht hineinstecken und vollständig trocknen lassen.

Wem das Kerzengießen zu aufwendig ist, kann aus dem Wachs auch eine ganz einfach eine Rosenkerze formen. Dazu die Hülle mit den Händen weich kneten und eine längliche Bahn formen. Die Seiten ein bisschen zurechtschneiden, längs aufrollen und einen Docht hineinstecken – fertig.

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