Aloe-Vera-Gel selber machen: Anleitung für die natürliche Hautpflege

Claudia Enders
·Lesedauer: 3 Min.

Aloe-Vera-Gel ist das geeignete Beauty-Produkt, wenn Sie zum Beispiel an trockener Haut leiden oder einen leichten Sonnenbrand behandeln wollen. Und das Beste: Das Gel muss nicht einmal gekauft werden, es lässt sich mit wenigen Handgriffen ganz einfach selber gewinnen. GALA verrät Ihnen, wie Sie Aloe-Vera-Gel selber machen können.

Aloe-Vera-Gel selber machen: Aloe Vera Gel in einer Schale
Aloe-Vera-Gel selber machen: Aloe Vera Gel in einer Schale

Aloe vera ist eine Heilpflanze, die der Haut Feuchtigkeit spendet, leicht verbrannter Haut nach einem Sonnenbrand guttut und sogar bei Mückenstichen Linderung verspricht und den Juckreiz reduziert. Kurzum: Das Gel sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Und wenn Sie dann noch eine Aloe vera zu Hause haben, können Sie das pflegende Gel auch ganz einfach selber herstellen.

Aloe-Vera-Gel selber machen: Hinweis vor der Verarbeitung

  • Um Aloe-Vera-Gel aus der Echten Aloe (Barbadensis Miller) gewinnen zu können, sollte Ihre Aloe vera bereits älter als drei Jahre sein, da dann die Wirkstoffkonzentration des Gels höher ist. Jüngere Pflanzen könnten außerdem bei Verlust eines Blattes geschädigt werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Pflanze bereits zwölf Blätter hat.

  • Die Blätter der Aloe vera weisen drei Schichten auf: Hinter der äußeren Rinde verbirgt sich der gelbe Saft und im inneren der Blätter befindet sich das Gel der Aloe vera.

  • Das Gel dient dazu, Verletzung an der Pflanze zu heilen. Auf der Haut wirkt es entzündungshemmend, kühlend und kurbelt die Wundheilung an. Dazu soll es immunstimulierend sein. Der Grund dafür sind die Inhaltsstoffe wie Vitamine, Aminosäuren oder Mineralstoffe. Für die Anwendung als Hautpflege kann es mehrmals täglich auf der betroffenen Stelle verrieben werden.

  • Der gelbe Saft der Aloe vera, der unter der äußeren Blattschicht sitzt, enthält allerdings Aloin, das eine stark abführende Wirkung aufweist. Bei einer Überdosierung kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, weshalb zur Gewinnung des Gels vorher unbedingt die äußere Schicht inklusive des gelben Saftes entfernt werden muss. Außerdem kann Aloin Hautreizungen hervorrufen. Ursprünglich dient der Saft der Pflanze als Schutz vor Fressfeinden.

Aloe-Vera-Gel selber machen: Anleitung

Sie benötigen:

  • Aloe vera, die bereits älter als drei Jahre ist und zwölf Blätter hat

  • Scharfes Messer

  • Löffel

  • Glas

  • Behälter zum Verschließen

Achtung: Alle Arbeitsutensilien müssen steril sein.

So geht’s:

  • Schneiden Sie mithilfe des Messers ein Blatt unten an der Basis ab.

  • Positionieren Sie das Blatt hochkant in einem Glas und lassen Sie es darin für ungefähr 90 Minuten stehen. Dadurch kann der gelbe Saft auslaufen, der das giftige Aloin enthält.

  • Nachdem der Saft ausgelaufen ist, müssen Sie ungefähr drei Zentimeter nach der Schnittfläche abschneiden, da hier noch Reste des Saftes gestaut sein können.

  • Schneiden Sie nun das Blatt mit dem Messer in Längsrichtung ein und lösen Sie mit einem Löffel vorsichtig das Gel heraus. Sammeln Sie das Gel in einem verschließbaren Behälter und lagern Sie es im Kühlschrank. Hier ist es circa ein bis zwei Wochen haltbar.

Aloe-Vera-Gel haltbar machen

  • Frieren Sie das Aloe-Vera-Gel einfach in kleinen Portionen ein, so können Sie es je nach Bedarf auftauen. Dafür pürieren Sie das gewonnene Gel einfach und füllen es anschließend in einen Eiswürfelbehälter.

  • Sie können das Gel auch haltbar machen, indem Sie unter das pürierte Gel entwederVitamin E-Öl (Tocopherol) oder Vitamin C-Pulver heben: So benötigen Sie für 100 Gramm Aloe-Vera-Gel ein Gramm Vitamin C-Pulver oder 15 Tropfen Tocopherol. Beide Möglichkeiten wirken als Konservierungsmittel, da sie antioxidative Eigenschaften haben. Das fertige Gel muss anschließend trotzdem im Kühlschrank aufbewahrt werden und ist dann circa sechs Wochen haltbar.

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Verwendete Quellen: smarticular.net, praxistipps.focus.de