Amazon will Trump unter Eid aussagen lassen

teleschau

Amazon glaubt scheinbar fest daran, dass es nur einen Grund gibt für den Verlust eines milliardenschweren Auftrags an Microsoft. Nach dem Willen des IT-Riesen soll nun US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich unter Eid aussagen.

Nach dem Verlust eines Regierungsauftrags will Amazon US-Präsident Donald Trump unter Eid aussagen lassen. Im Oktober vergangen Jahres ging der Cloud-Sparte von Amazon ein Auftrag des Pentagon im Umfang von zehn Milliarden US-Dollar durch die Lappen - den Zuschlag bekam Konkurrent Microsoft. Amazon hingegen klagte gegen die Ausschreibung und argumentierte, Trumps höchstpersönlich habe sich eingemischt. Dessen Vorbehalte gegen Amazon hätten den Chancen geschadet, den Auftrag an Land zu ziehen.

Am Montag machte der IT-Riese eine entsprechende Eingabe vor einem Bundesgericht in Washington. Trump, so heißt es, hege einen "gut dokumentierten Groll" gegen Amazon, dessen Chef Jeff Bezos sowie die Zeitung "Washington Post". Bezos hatte das Traditionsblatt 2013 gekauft. Nur Donald Trump könne entsprechende Informationen liefern, um den Sachverhalt aufzuklären.

Neben Auskünften des US-Präsidenten fordert Amazon außerdem eidliche Aussagen von Verteidigungsminister Mark Espers und dessen Vorgänger James Matties sowie weiterer in den Vorgang involvierter Regierungsvertreter.