Amerikaner stehen auf Adventskalender von Aldi

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Aldi hatte schon letztes Jahr in seinen US-Filialen Adventskalender eingeführt. Dieses Jahr verspricht der Erfolg noch größer zu werden. Dabei mögen es die Amerikaner weniger süß, sondern deftig.

Aldi gibt es in den USA seit 1976. Seither expandiert der deutsche Discountriese dort stetig. (Bild: Getty Images)

Jingle bells – in den USA läuten die Weihnachtsglocken scheinbar lauter als sonst wo auf der Welt. Das zumindest suggerieren alljährlich Kino, Fernsehen und Musik, die für Außenstehende immer auch ein Fenster auf Amerika sind. Was wir auch in der Vor- und Weihnachtszeit immer wieder sehen: Die Amerikaner feiern das Fest der Liebe gern und ausgiebig. Auch dieses Jahr wird es nicht anders werden. Dass dabei ein Produkt von Aldi unter den Weihnachtsbäumen vieler Familien landen wird, gilt schon jetzt als ausgemacht. Sie haben über den deutschen Discountriesen nämlich ein Weihnachtritual für sich entdeckt, das in Deutschland längst Tradition hat, sich in den USA aber noch durchsetzen muss. Aldi hat dafür die ersten Schritte getan. Die Amerikaner stürmen seine US-Filialen geradezu – und zwar der Adventskalender wegen.

Bier und Wein statt Schokolade

Der Discounter bietet seit Mittwoch in seinen US-Läden wieder verschiedene Kalendersorten an. Dabei scheint sich der Geschmack der Amerikaner von unserem deutlich zu unterscheiden. Wo sich hier hinter jedem der 24 Dezember-Türchen schon mal gerne was Süßes, am besten Schokolade verbirgt, mögen sie es dort eher deftiger. Gerne darf es auch was Alkoholisches sein. Wie die Tageszeitung FAZ berichtet, sind Adventskalender mit Käse, Bier und Wein besonders beliebt. Für diese Varianten ist der Andrang in den US-Filialen so groß, dass Aldi-Mitarbeiter den Wartenden in den Schlangen Marken verteilen müssen. Mit diesen kann jeder Kunde maximal zwei Kalender pro Sorte kaufen. In manchen Läden sollen bestimmte Varianten innerhalb von drei Minuten ausverkauft gewesen sein, heißt auf sozialen Netzwerken. Für ihre Lieblingssorte harren manche Kunden Stunden in den Schlangen aus.

Eine US-Aldi-Filliale in Athens, Georgia, USA (Bild: Getty Images)

Aldi hatte schon letztes Jahr in seinen USA-Filialen Adventskalender eingeführt. Schon damals waren vor allem die Sorten mit Wein und Käse ein Kassenschlager. Dieses Jahr hat der Discounter das Angebot um Bier erweitert. Der Kalender enthält 24 Importmarken in 0,33-Liter-Flaschen, darunter auch Marken von deutschen Herstellern wie Wernesgrüner und das im mittelhessischen Lich gebraute Licher. Die Kosten: 50 US-Dollar. Die rund 20 Dollar teureren Weinkalender enthalten 187-Milliliter-Fläschchen mit Weinen aus Ländern wie Spanien, Frankreich, Argentinien und Australien. Die Käsekalender schlagen mit rund 15 Dollar zu Buche. Geht es nach Aldi, sollen die Kunden den Käse- am besten zusammen mit dem Weinkalender kaufen. Denn die Sorten hier sollen auf die Sorten dort abgestimmt sein.