Amt schreitet ein: Schwedisches Paar darf Sohn nicht Wladimir Putin nennen

·Freie Autorin
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Ideen für Babynamen können von überall herkommen - von der eigenen Familie bis hin zur Pop-Kultur. Ein Paar in Schweden ließ sich von einer überraschenden Person inspirieren - und blitzte damit beim zuständigen Amt ab.

Wie soll es denn heißen? Das ist bekanntlich Geschmackssache, doch das Konzept
Wie soll es denn heißen? Das ist bekanntlich Geschmackssache, doch das Konzept "russischer Autokrat" ging einem schwedischen Amt zu weit (Symbolbild: Getty Images)

Wenn Eltern einen Namen für ihr Kind aussuchen, muss dieser beim Skatteverket, der schwedischen Steuerbehörde, registriert werden. Wie auch das Standesamt in Deutschland hat diese Stelle das Recht, bestimmte Namen abzulehnen, wenn diese als anstößig aufgefasst werden können oder eine Belastung für das Kind darstellen könnten. So wurden bereits Namen wie Ikea, Michael Jackson, Q oder Übermensch in Schweden verboten. 

Ebenso wurde einst der Name Albin abgelehnt, was in diesem Fall allerdings an der von den Eltern vorgesehenen Schreibweise lag: Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 sollte diese sein.

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Nun scheiterte ein Paar aus Laholm mit einem weiteren, unerklärlichen Namenswunsch: Wladimir Putin sollte ihr neugeborener Sohn heißen - also exakt so wie der russische Staatspräsident. 

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Die Steuerbehörde teilte dem russophilen Paar allerdings mit, dass der Name nicht zulässig sei und sie sich einen neuen aussuchen müssten, wie unter anderem die britische Zeitung "The Independent" berichtet. Das Paar kann sich das der Zeitung zufolge jedoch nicht erklären, zumal die Behörde keine Begründung angegeben hat. 

Metallica und Google gingen vor Gericht durch

Während Wladimir auch in Schweden ein nicht unüblicher Name ist - laut einer statistischen Datenbank heißen über 1400 Männer dort so - sieht es bei Putin schon anders aus. Weniger als zwei Schweden tragen laut Statistik diesen Namen - allerdings zeigt die Datenbank zwecks Schutz der Privatsphäre Betroffener alle Namensvorkommen unter zwei nicht an. Die Kombination aus beidem schien der Steuerbehörde angesichts der nicht enden wollenden Herrschaft des berühmt-berüchtigten Autokraten offenbar zu heikel. 

Ob das Paar mit seinem Namenswunsch vor Gericht ziehen will, ist nicht bekannt. Hin und wieder hat diese Methode allerdings Erfolg: Dank juristischen Streitereien gibt es heute in Schweden Namen wie Metallica oder Google. Letzteres könnte das erfolglose Paar ja mal bemühen, um herauszufinden, warum Wladimir Putin als Name abgelehnt wurde. 

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