Angstzustände: 29 Wege, das Gefühl zu beschreiben

Für jemanden, der mit Angstzuständen oder sozialen Phobien zu kämpfen hat, ist der schwierigste Teil oft, es den Menschen um sich herum verständlich zu machen. Codewörter oder Sätze, die den Nahestehenden mitteilen, wie es im Inneren aktuell aussieht, ist eine Art und Weise, mit der Situation umzugehen. Hier kommt eine Liste mit Zitaten von Menschen, die ihren eigenen Weg gefunden haben, "Ich habe Angstzustände" zu sagen, ohne die Worte auszusprechen.

1. “Es tut mir Leid.”
“Dieser Satz beschreibt meine Angst und Depression ziemlich gut. Ich habe immer Angst, dass ich jemandem weh tue oder irgendwas falsch gemacht habe.” — Jaclyn C.

2. “Es geht mir gut.”
“In sozialen Situationen sage ich das ständig. Ich will nicht, das andere sich Sorgen machen oder denken, ich würde die Stimmung 'kaputt machen' wollen, weil ich so starke Nervosität in sozialen Situationen empfinde. Wenn mich jemand fragt, sage ich normalerweise 'Ich bin okay'. Einige meiner Freunde verstehen mittlerweile den Unterschied, aber für die meisten ist das der Nennwert.” — Dylan K.

3. “Ich fühle mich nicht gut.”
“Je nach dem, wie gut ich die Personen kenne, frage ich vielleicht 'Bist du sauer auf mich?' Das verwirrt die meisten, sie frage sich, warum ich das denke und warum ich mir so viele Sorgen darüber mache, sie zu verärgern.” — Jennifer N.

4. “Ich bin erschöpft.”
“Wenn die Gedanken nicht aufhören zu rasen, ist ein Erschöpfungsgefühl ständig vorhanden. Egal wie viel man schläft, man fühlt sich trotzdem ausgelaugt.” — Lauren J.

5. “Ich wollte nur mal hören, wie's dir geht, bist du OK? Habe ich was falsch gemacht?”
“Wenn ich Angstzustände habe, frage ich ständig andere, wie es ihnen geht. Wenn es mir nicht gut geht, muss ich sichergehen, dass es zumindest den Menschen um mich rum gut geht. Ich denke dann immer, es ist alles meine Schuld.” — Jessica T.

6. “Ich bin OK, nur müde.”
“Ich verschließe mich extrem schnell oder ziehe mich zurück, wenn die Angst hochkommt. Zu sagen, dass man müde ist, es aber alles okay ist, ist sozial viel akzeptabler als gerade heraus zu sagen 'Ich habe echt heftige Panik und muss mich erstmal selbst beruhigen... Warum? Keine Ahnung.' Dann entschuldige ich mich für alles, egal wie klein es ist, für den Fall, dass ich irgendwas falsch gemacht habe.” — Cait L.

7. “Ich kann gerade einfach nicht Fernsehen schauen oder Radio hören.”
“Meine Angst an solchen Tage wird fast immer von sensorischen Attacken ausgelöst. Und wenn das nicht der Auslöser ist, bin ich einfach unglaublich empfindlich, was Lärm angeht.” — Krystal N.

8. “Ist alles in Ordnung zwischen uns?”
“Ich habe das meinen Freund in den fünf Jahren, die wir zusammen sind, schon so oft gefragt. Es überrumpelt ihn jedes Mal, weil nie irgendetwas wirklich schief läuft. Ich missinterpretiere einfach Dinge, die er sagt, vor allem seine Textnachrichten. Wenn er mir tagsüber nicht so viel schreibt, sehe ich sofort rote Lichter in meinem Kopf aufblinken, weil ich automatisch denke, ich hätte irgendwas falsch gemacht. Es kommt mir dann nie in den Sinn, dass er einfach nur Doppelschichten arbeitet und dazwischen kaum Zeit hat, Dinge zu erledigen.” — Amber B.

9. “Mir ist nur ein bisschen heiß”
“Wenn ich mich in sozialen Situationen befinde, kurz vor einer Panikattacke, schwitze ich normalerweise heftig, weil ich so viel Angst habe, die falschen Dinge zu tun. Ich hätte genauso gut im Regen stehen können, so viel Schweiß steht dann auf meinem Gesicht.” — Linda Z.

10. “Das habe ich nicht erwartet.”
“Das sage ich zu unangekündigten Gästen oder kurzfristigen Plänen.”— Sunbul Z.

11. “Ich muss mal frische Luft schnappen.”
“Wenn mich meine Angst heftig erwischt, fange ich an zu hyperventilieren und muss atmen. Wenn ich von Menschen umgeben bin, bekomme ich oft eine Panikattacke, weil ich mich dann nicht auf meine Atmung konzentriere und darauf, mich zu beruhigen, sondern auf die Menschen fokussiert bin und mich frage, ob diese sehen, dass es mir nicht gut geht.” — Sara S.

12. “Habe ich etwas falsch gemacht? Es tut mir Leid.”
“Jedes Mal, wenn ich nervös bin, neige ich dazu, alles genauestens zu beobachten und bemerke auch die kleinsten Details im Verhalten von Personen/Freunden/Familie; wenn irgendwas auch nur minimal seltsam wirkt, flippe ich aus. Selbst wenn ich überhaupt nichts gemacht habe, entschuldige ich mich und frage, ob ich irgendwas getan habe.” — Alessandra S.

13. “Ich schiebe den Einkaufswagen.”
“Wenn ich mich an etwas festhalte und die Kontrolle habe, kann ich durch den Supermarkt sausen, lange Warteschlangen vermeiden und die Inhaltsstoffe anstarren, wenn ich das Gefühl habe, dass mich alle anstarren! Ich hasse Einkaufen.” — Ebony E.

14. “Ist mir egal.”
“Entscheidungen treffen zu müssen, lässt meine Angst in den Himmel schießen. Normalerweise lasse ich andere für mich entscheiden, damit ich mich nicht damit befassen muss, selbst wenn das am Ende nicht wirklich das ist, was ich eigentlich will.” — Elisabeth R.

15. “Ich fühle mich seltsam.”
“Wenn ich eine Panikattacke habe, taumelt mein ganzer Körper irgendwie, ich atme schwer und fühle mich krank. Das ist meine Art, um Hilfe zu fragen, wenn ich verzweifelt nach Luft schnappe oder nach etwas suche, was mich auf den Boden zurück bringt.” — Abby V.

16. “Ich liebe dich.”
“Natürlich sage ich das nicht nur, wenn ich Angst habe, aber manchmal muss ich es einfach von der anderen Person hören, egal ob es meine Mutter, Freunde oder mein Freund ist. Meine größte Angst ist, dass die Menschen, die ich liebe, mich nicht mehr mögen oder noch schlimmer, mich nie geliebt haben. Darum sage ich so oft "Ich liebe dich", ich brauche einfach die Bestätigung.” — Laurelyn M.

17. “Hey, bist du beschäftigt?”
“Das ist etwas, was ich jemanden frage, wenn ich wirklich unruhig bin und mit jemandem reden muss, ich aber gleichzeitig auch auf gar keinen Fall nerven oder stören will.” — Kaila G.

18. “Mach dich nicht über mich lustig.”
“Ich weiß, dass es nicht so gemeint war, aber wenn ich nervös bin, nehme ich alles persönlich und es fühlt sich an, als würden selbst die Menschen, die sich um mich Sorgen machen, nur all die schlimmen Dinge über mich bestätigen, die meine Angst mir einflüstert.” — Karen S.

19. “Kannst du mir damit helfen? Ich bin noch neu hier.”
“Wenn es um Prozesse auf der Arbeit geht, wenn meine erste Begegnung mit der Aufgabe ziemlich intensiv war. Ich hasse es, Fehler zu machen, die die Chefs verärgern könnten und zu einer Zurechtweisung führen könnten.” — Bas A.

20. “Ist es hier nicht ziemlich laut?”
“Darauf folgt meistens ein 'Ich glaube, ich bekomme Migräne'. Manchmal löst ein Ort mit lauten Hintergrundgeräuschen eine Panikattacke aus. Oder – und das klingt schrecklich – wenn ich irgendwo bin und eine Gruppe mit (Schul)Kindern, etwa Vor- oder Grundschule, da ist, dann stehen die Chancen gut, dass ich mich schnell verabschieden muss. Lärm und viel Bewegung tun mir gar nicht gut.” — Loren E.

21. “Stop!”
“Ich wiederhole das buchstäblich solange, bis mein Partner es versteht. Ich werde so übervorsichtig, dass ich überhaupt keine Verbindung mehr habe, selbst wenn er in den Beschützermodus wechselt.” — Wynona M.

22. “Bist du sauer auf mich?”
“Ich frage das oft geliebte Menschen, vor allem meinen Verlobten, denn in Momenten mit starken Angstgefühlen habe ich die ständige Angst, meine Lebenslinien zu verlieren. Ich weiß nicht, was ich ohne die Personen, die mir am meisten bedeuten, machen würde; ich könnte keinen einzigen Tag ohne sie sein. Also muss ich mich ständig versichern, dass alles gut ist, wenn es mir besonders schlecht geht.” — Serenity B.

23. “Geschichte meines Lebens.”
“Ich setzte manchmal diese Maske des Humors auf oder lache, wenn ich Angstzustände habe oder mich inkompetent fühle, denn niemand will von Negativität umgeben sein, nicht wahr? Das ist der Grund, warum zu viele Freundschaften zu schließen, eine Clique zu finden oder Kontakte zu schließen unmöglich oder überwältigend sein kann.” — Imelda S.

24. “Irgendwas ist falsch.”
“Das sage ich, wenn ich eine Angstattacke auf mich zukommen spüre. Ich bekomme dieses ruhelose Gefühl im Magen oder Herzrasen und das Gefühl, dass die Welt auf den Kopf gestellt wurde. Meine Familie und mein Freund wissen genau, was sie tun müssen, wenn ich das sage, und das bedeutet mir unheimlich viel.” — Kristen J.

25. “Ich bin nicht 100 Prozent in Ordnung gerade.”
“Die Leute sind normalerweise ziemlich gut darin, einen nicht zu belästigen, wenn sie denken, dass man sich nicht gut fühlt. Ich nutze den Satz auch, wenn ich depressiv und müde bin. Es ist im Grunde meine Art zu sagen, dass ich im Moment nicht zu 100 Prozent ich bin.” — Sara F.

26. “Ich kann einfach nicht”
“Immer und immer und immer wieder erklären zu müssen, dass man das nicht mit Absicht tut; und nein, es geht nicht einfach weg, wenn man sich ausschläft – wie soll man mit Depression und Angstzuständen überhaupt schlafen? Sich ständig erklären zu müssen.” — Serah S.

27. “So. Viele. Menschen.”
“Ich komme schon an guten Tagen nicht mit Menschenmengen klar, aber alles wird 1000 Prozent schlimmer an einem schlechten Tag. Das ist normalerweise meine Code für 'Ich muss hier ganz schnell raus'. Der Lärm und die Menschen machen es für mich unglaublich schwer, gleichzeitig richtig zu funktionieren und zu atmen.” — Tamara G.

28. “Ich muss mit dem Hund raus.”
“Oder 'Mein Hund ist krank' – so bin ich schon immer aus sozialen Verpflichtungen und Situationen herausgekommen. Selbst wenn er gar nicht raus musste oder krank war, das war meine Ausrede, gegen die niemand was sagen konnte.” — Monica B.

29. “Ich bin nicht in der Stimmung dafür.”
“[Dies] bedeutet, dass ich gerade eine sehr schwierige Zeit habe und etwas Platz großartig wäre. Oder meine Angst überwältigt mich und ich kann im Moment nicht funktionieren.” — Brandy L.






















































































Quelle: The Mighty