Animierter Hautschmuck: Künstler macht Filme aus seinen Tattoos

Die meisten Tattoos sind ziemlich individuell. Mit den Tattoos von Phil Berge hat man jedoch die Möglichkeit, Teil eines größeren Projekts zu werden. (Symbolbild: AP Photo/Antonio Calanni)

Ein kanadischer Tattoo-Künstler erweckt seine Werke im Stop-Motion-Stil zum Leben. Dazu braucht er lediglich eine Kamera und ein paar Freiwillige.

Ein Tattoo an sich ist ja bereits ein Kunstwerk, der kanadische Tätowierer Phil Berge geht mit seiner Arbeit jedoch noch einen Schritt weiter: Er macht aus seinen Tattoos kleine Stop-Motion-Filme, die ihre ganz eigenen Geschichten erzählen.

Wie „Mashable“ berichtet, hat der 29-Jährige aus Quebec bereits als Kind begonnen, Stop-Motion-Filme mit Spielfiguren und der Kamera seiner Eltern zu realisieren. Vor etwa einem Jahr begann er, dieses Konzept auch bei seinen Tattoos anzuwenden.

Die Vorgehensweise für die kleinen Tattoo-Filmchen ist dabei so einfach wie genial: Berge zeichnet die Motive vor – jede Animation besteht aus etwa zehn bis 30 Zeichnungen –, postet die Vorlagen dann online und sucht Freiwillige, die sich die einzelnen Motive tätowieren lassen möchten. Die fertigen Werke fotografiert er dann, schneidet sie zusammen und unterlegt sie gegebenenfalls mit Musik. Inklusive aller Arbeitsschritte kann es drei Monate dauern, bis ein viersekündiger Film fertig ist.

„Ich versuche, Themen auszuwählen, die für Tattoo-Sammler spannend sind. Dann melden sich Leute bei mir, wenn sie interessiert sind und wir machen einen Termin für das Tattoo aus. Die Teilnehmer kennen sich normalerweise nicht“, erklärt Phil Berge.

Wer auch in Deutschland an diesem Projekt teilnehmen will, hat gar nicht mal so schlechte Chancen: Laut „Mashable“ will Berge aufgrund der vereinenden Natur der Aktion die Welt bereisen und so viele Menschen wie möglich tätowieren.