Dieser antike japanische Schnaps feiert ein internationales Comeback

Traditionelle Spirituosen feiern überall auf der Welt ein Comeback. Während verschiedenste Arten von Gin und Whiskey ihren Weg in die Cocktailbars und Distillerien in Europa und Amerika zurückfinden, erlebt auch Japan eine ähnliche Renaissance. Shōchū ist ein traditioneller Schnaps, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Das Interesse an dem Getränk ist in letzter Zeit wieder rapide angestiegen, vor allem die junge Generation findet wieder gefallen an ihm. Shōchū soll positive gesundheitliche Eigenschaften haben und aufgrund der natürlichen Zutaten weniger zu einem Kater führen. Der Schnaps wird unter anderem mit Bohnen und Maronen hergestellt, was im Westen als eher alternativ angesehen wird.

Normalerweise wird Shōchū aus stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Reis, Gerste, Buchweizen oder sogar Kartoffeln gewonnen. Das Gebräu reift für Monate in einem Eichenbehälter, bevor es pur "on the rocks" oder mit Säften gemischt serviert wird. Der Schnaps kann sogar mit Pflaume, Ingwer oder grünem Tee angereichert werden. Das Ergebnis wird vom 1843-Magazin als "ähnlich wie Wodka, aber normal deutlich weicher" beschrieben. Seine Popularität verbreitet sich so langsam auch nach Übersee. In den USA und Großbritannien öffnen eigene Bars, die sich auf Shōchū spezialisieren und auch Restaurants in London und New York schreiben den Schnaps mittlerweile auf ihre Getränkekarten. Wer einen innovativen Drink mit einer langen Geschichte probieren will, sollte also ein Glas Shōchū kosten.