Bei Apple ist die Krim nun russisches Staatsgebiet

teleschau

Apple knickt vor dem Druck aus Moskau ein und zeigt die Krim-Halbinsel als russisches Staatsgebiet an - zumindest für Nutzer in Russland. Der ukrainische Außenminister reagiert verärgert.

Der US-amerikanische Tech-Riese Apple beugt sich dem Druck aus Moskau und zeigt die Halbinsel Krim nun als russisch an - allerdings nur dann, wenn sich der Nutzer auch auf russischem Staatsgebiet befindet. Apple habe seine Korrekturen in den "geografischen Bezeichnungen" umgesetzt - "gemäß der Verfassung der Russischen Föderation", erklärte der Wassil Piskarjow, Chef des Sicherheitsausschusses des russischen Parlaments. Er kündigte darüber hinaus eine regelmäßige Prüfung der Karten an.

Den Nutzern in Russland wird die Halbinsel Krim nun als "Autonome Republik Krim" und dem Zusatz Russland angezeigt. Seit der weithin als völkerrechtswidrig betrachteten Annexion ukrainischen Staatsgebiet übt der Kreml massiven Druck auf Diensteanbieter aus. So forderte Moskau unter Androhung hoher Strafen auch von Google immer wieder, die Bezeichnungen auf den Karten zu ändern. Bislang ordnet der US-Konzern die Krim-Halbinsel keinem Staat zu. Der ukrainische Außenminister Wadim Pristaiko reagierte verärgert auf den Schritt. Apple solle das machen, womit es sich auskenne: "Globale Politik ist nicht ihre starke Seite", schrieb er auf Twitter.

Apple äußerte sich bislang nicht zu den Änderungen. Die westliche Gemeinschaft erkennt die Annexion der Krim nicht an und verhängte Sanktionen gegen Russland. Auch Unternehmen, die Russland in der Frage entgegenkommen, müssten demnach mit Sanktionen bestraft werden.