Namensänderung bei WhatsApp und Instagram

(Bild: Chesnot/Getty Images)

Facebook führt seine Dienste WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram zusammen. Um deutlich zu machen, dass die drei unter ein Dach gehören, wurden Whatsapp und Instagram umbenannt. Zudem gibt es Hinweise, dass die Dienste künftig miteinander verzahnt werden sollen.

Wenn es in der Vergangenheit bei Facebook um Datenmissbrauch-Skandale ging, blieben die Dienste Instagram und WhatsApp zumindest in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit weitgehend verschont. Denn vielen Nutzern ist gar nicht bewusst, dass auch diese beiden zu Facebook gehören. Aus Unternehmenssicht mehr als wünschenswert?

Offensichtlich nicht, denn Facebook spendiert Instagram und Whatsapp nun einen Namenszusatz, der die Zugehörigkeit zu Facebook verdeutlichen soll.

In den Einstellungen von WhatsApp und Instagram wird der Namenszusatz bereits angezeigt. (Bild: Screenshot Yahoo)

Dass die Dienste die Namenszusätze erhalten, kündigte Facebook-Boss Mark Zuckerberg bereits Anfang August an. Nun folgten Taten. Wer die neuesten Updates der Dienste installiert, bekommt in den Einstellungen „WhatsApp von Facebook“ und „Instagram von Facebook“ angezeigt.

Hinweise auf gemeinsame Funktionen

Wie das Computermagazin Chip berichtet, scheint es zudem konkrete Hinweise zu geben, dass der Mutterkonzern Facebook die Chatfunktionen von WhatsApp, Instagram und dem Facebook Messenger verzahnen will. Demnach sollen die drei Dienste auf einer Plattform vereinigt werden und gemeinsam funktionieren. Somit könnten Whatsapp-Nutzer direkte Nachrichten zu Instagram oder Facebook schicken und umgekehrt.

Noch handele es sich dabei um Spekulationen, die Facebook noch nicht direkt bestätigt, aber auch nicht dementiert habe, so das Computermagazin. Facebook habe sich dahingehend geäußert, „dass sich Familie und Freunde auch über verschiedene Plattformen hinweg vernetzen können sollen“.

Damit scheint auch die Frage beantwortet, warum der Konzern, die drei Dienste überhaupt ganz offiziell unter der Marke Facebook führen will. „Wenn diese Zusammenlegung stattfindet, ist Facebook dabei, sich einen riesigen Datenpool zu schaffen“, erklärt Chip-Experte Arno Eisner. Damit sei Facebook in der Lage, Daten von mehreren Milliarden Nutzern in einem Pool zu vereinigen und miteinander zu kombinieren.

Zudem soll der neue Name die von Kritikern geforderte Zerschlagung des Online-Netzwerks erschweren. Der Namenszusatz „von Facebook“ verkompliziert eine angedachte Abspaltung von WhatsApp und Instagram, hofft Zuckerberg.

Lesen Sie auch: WhatsApp kündigt stolz neues Feature an – die Nutzer finden es lächerlich