Bäckerei erntet Hass für LGBTQ-Kekse - dann folgt die Gegenreaktion

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

"Mehr Liebe, weniger Hass" hatte eine texanische Bäckerin zu den Regenbogen-Keksen geschrieben, die sie als Botschaft der Toleranz zum Pride Month postete. Hass erntete sie in dem konservativen US-Staat zwar - aber auch umso mehr Liebe.

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Eine Botschaft von Toleranz und Liebe - wer würde sich daran schon stören? Gerade in konservativen Gegenden wie Texas leider immer noch so einige (Symbolbild: Getty Images)

Normalerweise landen Bäckereien in konservativen US-Bundesstaaten eher dann in den Medien, wenn sie sich weigern, Hochzeitstorten für gleichgeschlechtliche Paare anzufertigen. Eine texanische Bäckerei namens Confections jedoch zog jede Menge Aufmerksamkeit auf sich, als sie passend zum Pride-Month herzförmige Kekse in Regenbogenfarben zum Verkauf boten und damit ihre Solidarität mit der LGBTQ+-Gemeinde zeigten. 

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Aus geschäftlicher Sicht eine riskante Entscheidung in einem aus politischer wie religiöser Sicht konservativem Staat wie Texas. Und tatsächlich stornierte ein Kunde aus Protest eine Großbestellung, obwohl diese bereits fertig gebacken und bereit zur Abholung war. Dazu hätte der Kunde eine hasserfüllte Nachricht hinterlassen, wie die Inhaberin Dawn Cooley auf Social Media mitteilte. 

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Auch auf Facebook, wo sie ihre Pride-Kekse mit dem Satz "Mehr Liebe, weniger Hass" gepostet hatte, verloren die Bäckerei viele Follower. "Heute war ein schwerer, sehr schwerer Tag", schrieb Cooley zu den Reaktionen auf ihre Regenbogen-Kekse, die doch so eine positive Botschaft vermittelten. 

Gegenreaktion: Kunden kaufen den Laden leer

Doch das Motto "Mehr Liebe, weniger Hass" nahmen sich auch zahlreiche Social-Media-User und Anwohner des Ortes Lufkin, wo sich Confections befindet, zu Herzen und starteten eine liebevolle Gegenreaktion zu dem homophoben Hass. Nicht nur bekam Cooley viel Lob für die süßen Kekse und die tolle Botschaft dahinter, viele Texaner versprachen auch, ihren Laden besuchen zu wollen, wenn sie mal in der Gegend sein würden. 

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Lufkin-Bewohner konnten dies natürlich gleich tun und stürmten die kleine Bäckerei, um das Geschäft zu unterstützen. Cooley postete Fotos von der langen Schlange, die um den halben Block reichte, und von den leeren Regalen, nachdem neue und alte Kunden alles weggekauft hatten. 

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Nun kommt die kleine Bäckerei, in der außer Dawn Cooley noch ihre Schwester Miranda und eine Bäckerin namens Felicia arbeiten, kaum noch hinterher, die große Nachfrage zu befriedigen. Auf Facebook zeigt sich die Kleinunternehmerin überwältigt von der Reaktion: "Wer mich kennt, weiß, wie schüchtern ich bin. In den elf Jahren, seit wir eröffnet haben, haben wir so etwas noch nicht erlebt. Wir sind so dankbar und bewegt von dieser Welle an Liebe." 

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