Baerbock: Vertiefte europäische Zusammenarbeit eine Überlebensfrage

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich haben angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine die Bedeutung einer intensiveren Zusammenarbeit in der Europäischen Union unterstrichen. Es sei ein historischer Moment, in dem man die Zusammenarbeit in Europa vertiefen könne und müsse, um die europäische Handlungsfähigkeit zu stärken, sagte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Dienstag beim Antrittsbesuch der neuen französischen Außenministerin Catherine Colonna in Berlin. Was für viele Menschen theoretisch klingen möge, "ist jetzt zu einer Überlebensfrage geworden. Eine starke Europäische Union ist unsere Lebensversicherung."

Deutschland und Frankreich arbeiteten enger als zuvor zusammen, sagte Baerbock. Das heiße nicht, dass es keine Unterschiede mehr gebe. Wichtig sei aber, dass man sich durch Unterschiede nicht spalten lasse, "sondern umso stärker daran arbeitet, gemeinsam für die europäische Friedensordnung einzustehen. Das können wir in Zukunft noch besser machen", sagte die Ministerin.

Colonna betonte, es könne kein starkes Europa geben ohne eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit. In Paris und Berlin werde man alles Mögliche tun, um die Ukraine zu unterstützen und auch die Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu senken. "Wir bereiten uns darauf vor, dass Europa sowohl vertieft wird, aber auch gestärkt, sozusagen ein souveränes Europa ist und noch mehr das eigene Schicksal in die Hand nimmt", sagte die französische Ministerin laut Übersetzung des Auswärtigen Amts. Die Unterstützung der Ukraine müsse weiter verstärkt und langfristig angelegt werden. Das gelte auf allen Ebenen, sowohl finanziell, wirtschaftlich, militärisch wie auch humanitär.

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