Bakterien-Schleudern Handtücher: Das können Sie dagegen tun

Antonia Wallner
·Freie Autorin

Diese Nachricht dürfte viele Menschen schlucken lassen: Handtücher können schon nach kurzer Benutzung zu echten Bakterien-Schleudern werden. Darauf müssen Sie achten.

WC- und Badezimmer-Handtücher sind besonders gefährdet. (Symbolbild: Getty Images)
WC- und Badezimmer-Handtücher sind besonders gefährdet. (Symbolbild: Getty Images)

Charles Gerba ist ein Mann des Fachs. Der Mikrobiologe arbeitet an der Universität von Arizona und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Hygiene im Haushalt. Was er dazu zu sagen hat, wird so manche und manchen aufrütteln. “Wenn man sich nach zwei Tagen mit demselben Handtuch abtrocknet, transportiert man sich wahrscheinlich mehr Escherichia-Coli-Bakterien ins Gesicht, als wenn man den Kopf in die Toilette steckt”, sagte er der Times.

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Wechsel nach zwei Tagen

Escherichia-Coli-Bakterien klingen bereits alles andere als gut – und sind es auch nicht. Sie gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionskrankheiten und vermehren sich nur all zu gerne im WC und Badezimmer, wo die Menschen sie auf die Handtücher übertragen, wenn sie ihre Hände nicht gründlich genug waschen. Und das ist leider häufig der Fall.

Laut Gerba sind 14 Prozent der Handtücher mit diesen gefährlichen Bakterien belastet, sogar 90 Prozent weisen andere Bakterien auf. Um das zu vermeiden, rät der Wissenschaftler, die Handtücher gründlich und oft zu waschen. Und das bei mindestens 60 Grad, denn Waschtemperaturen von 30 oder 40 Grad überstehen die Bakterien häufig.

Sein Tipp: Handtücher sollten schon nach rund zwei Tagen gewechselt werden. Wichtig sei es auch, sie zwischendurch gründlich zu trocknen, denn ein feuchtes Handtuch “fängt an zu leben”, wie der New Yorker Mikrobiologe Philip Tierno betonte. Und das ist keine schöne Vorstellung.

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