Besorgte Bartträger: US-Ministerium zeigt, welche Bärte sich mit Atemmasken vertragen

Die gute Nachricht ist: Die meisten Schnurrbartträger haben nichts zu befürchten. Für Vollbärtige gilt das allerdings nicht. Das US-amerikanische Seuchenpräventionszentrum hat eine Grafik veröffentlicht, die jeweils geeignete Bärte zum Gebrauch von Atemschutzmasken zeigt.

Müssen sich Bartträger nun Sorgen machen? (Symbolbild: Getty)

Es ist vielleicht nicht der allererste Gedanke, der vielen Menschen in den Kopf schießt, wenn sie sich über den Coronavirus Gedanken machen. Doch immerhin die Hälfte der Menschheit betrifft es indirekt, oder zumindest den Teil, der sich Gesichtshaar wachsen lässt. Das muss sich auch das Center for Disease Control and Prevention (CDC) gedacht haben. Das CDC ist für Seuchenprävention und -kontrolle in den USA zuständig und direkt dem Gesundheitsministerium untergeordnet. Da fast das komplette Seuchenpräventionsteam von der Administration des US-Präsidenten Donald Trump gefeuert worden ist, scheint man nun auf eher ungewöhnliche Maßnahmen zurückzugreifen, um eine mögliche Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen.

Das ist kein Moderatgeber für Hipster. Das US-amerikanische Gesundheitsministerium zeigt vielmehr, welche Bärte sich mit Atemmasken vertragen. (Quelle: CDC)

Keine Sorge, “Zorro”

Auf der nun veröffentlichten Grafik ist in größtem Detail zu sehen, welcher Bartstil sich problemlos unter einer Atemschutzmaske tragen lässt und welcher nicht. Der “Fu Manchu” beispielsweise lässt eben so wenig wie der “Dali” zu, dass die Masken überall am Gesicht fest und luftdicht anliegen. Also am besten direkt abrasieren. Keine Ansteckung zu befürchten hätten laut des Plakats Freunde des “Zappa” oder des “Zorro”. Diese Schnurrbärte lassen sich einfach unter einer Maske bedecken. Eher schlecht sieht die Lage für alle Vollbärtigen aus. Kein einziger Vollbart ist kompatibel mit einem Atemschutz.

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Eventuell liegt dort allerdings eine Marktlücke für Maskenhersteller: Atemmasken mit Barteinfassung. Und wer sich nun in aller Eile den mühsam zusammengesparten Bart abrasiert, sollte daran denken, dass nur ein glatt rasiertes Kinn ein gutes Kinn ist. Bartstoppel sind nämlich auch ungünstig für die eng anliegenden Atemmasken, warnt das CDC.

Auf Twitter kursieren schon die ersten Parodien der Bart-Grafik. Diese hier enthält beispielsweise die Bartstile “Wolverine” und “Serienmörder”.

Tatsächlich gilt trotz dieser liebevoll angefertigten Grafik für alle besorgten Bartträger, dass herkömmliche Atemmasken kaum Schutz vor einer Infektion mit COVID-19 bieten. Trotzdem hamstern die Menschen schon jetzt auch hierzulande alle möglichen Sorten von Atemmasken. Dabei lautet auch in Deutschland der Hinweis der Gesundheitsbehörden eher, sich um klassische Hygieneprävention zu bemühen.

Nicht in die Hand, sondern in den Ellenbogen husten, Taschentücher nicht mehrfach verwenden, bei Symptomen einen Arzt konsultieren, am besten erst einmal telefonisch und vor allem: langes und ordentliches Händewaschen bis zu den Unterarmen (mindestens 30 Sekunden und mit Seife). Wer sich an diese Regeln hält, der muss auch nicht um seinen Bart fürchten.

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