Blinder Mann muss Hund weggeben, weil Nachbar die beiden verpetzt hat

Jessica Ruhstorfer
Nevin (links) und Peter (rechts) sind gute Freunde, aber sie sollen voneinander getrennt werden.
  • Ein Engländer sieht sich gezwungen, seinen Blindenhund wegzugeben.
  • Schuld daran ist sein Nachbar und eine gemeinnützige Organisation für Blindenhunde.

Roger Debman aus dem englischen Liverpool hat vor rund zehn Jahren sein Augenlicht verloren. Nach zwei Herzinfarkten und einem Schlaganfall war der Mann dringend auf Hilfe angewiesen, um seinen Alltag zu bewältigen.

Im Jahr 2008 bekam er den schwarzen Labrador Nevin, der ihm seitdem zur Seite steht. Das berichtet Debman der englischen Lokalzeitung “Liverpool Echo”.

Allerdings wurde der Hund über die Zeit zu alt und konnte ihm deswegen nicht weiter als Blindenhund dienen. Aus diesem Grund gab ihm die gemeinnützige “Guide Dogs UK” den Blindenhund Peter.

Peter hilft seinem Herrchen seit September diesen Jahres.

Mann geht jeden Morgen mit Hunden spazieren

Seither geht der Engländer jeden Morgen mit den beiden Hunden im Park spazieren, um ihnen Auslauf zu geben. Aber dieses Ritual sollte ihn unwissend in Schwierigkeiten bringen.

Ein Nachbar habe den 57-Jährigen nämlich bei der gemeinnützigen Organisation gemeldet, da er unerlaubter Weise zeitgleich mit zwei Hunden spazieren gegangen war. Das sei aus versicherungstechnischen Gründen allerdings nicht erlaubt, wie ihm “Guide Dogs UK” daraufhin schriftlich mitgeteilt hat.

Er dürfe mit den Hunden daher nur einzeln Gassi gehen.

Wenn er mit Blindenhund Peter unterwegs ist, müsse er immer das Blindenhund-Geschirr tragen. Und da Nevin ein “pensionierter” Blindenhund ist, dürfe er mit ihm nur mit einer Begleitperson oder einem Blindenstock spazieren gehen, berichtet die Zeitung weiter.

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Nicht möglich mit den Hunden einzeln zu gehen

Anfangs habe Debman versucht mit beiden...

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