Weiße Zähne – Die besten Wege zu einem strahlenden Hollywood-Lächeln

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Lifestyle - Beauty

In einem Punkt sind sich die Flirtwilligen dieser Welt wohl einig: Nichts verzaubert mehr als ein schönes Lächeln! Dabei ist der Wunsch nach weißen Zähnen schon fast so alt wie die Menschheit. Die Rezepte dafür reichen von Omas Hausmittelchen bis zur ausgetüftelten Spezialbehandlung. Wir haben verschiedene Methoden gemeinsam mit einem Experten unter die Lupe genommen.

Was bezaubert mehr als ein strahlend-schönes Lächeln? (Bild: thinkstock)


Saubere Sache
Bevor Sie sich für eine chemische Aufhellung entscheiden, sollten Sie es mit einer professionellen Reinigung beim Zahnarzt probieren. Diese ist in praktisch jeder Zahnarztpraxis möglich und eine relativ kostengünstige Möglichkeit, um die Beißerchen mal wieder so richtig sauber zu bekommen. In einer etwa 60-minütigen Sitzung werden mit einem Ultraschallgerät und verschiedene Instrumente unschöne Verfärbungen von der Zahnoberfläche entfernt. Zum strahlenden Finale werden die Zähne auf Hochglanz poliert. Ist das Ergebnis noch nicht hell genug? Dann können Sie über weitere Maßnahmen nachdenken. Doch bedenken Sie: Wir Europäer haben von Natur aus keine gletschergleichen Zähne, eine gewisse blass-gelbliche Note ist ganz normal und sorgt, nicht zuletzt aufgrund unserer Hautfarbe, für einen natürlichen Look.

Bleaching
„Das professionelle Bleaching beim Zahnarzt ist die effizienteste Methode, sich die Zähne aufzuhellen", weiß Dr. Stephan Ziegler, Zahnarzt und Praxisinhaber aus Berlin. „Das erzielte Ergebnis kann sich mit bis zu 6-7 Farbstufen ins Hellere wirklich sehen lassen!" Die Prozedur können Sie sich ein wenig wie das Blondieren der Haare vorstellen: Das empfindliche Zahnfleisch wird abgedeckt und ein Wasserstoffperoxid-haltiges Gel mithilfe einer Schiene auf die Zähne aufgetragen. Unter Lichteinfluss wird der Wirkstoff aktiviert und die Verfärbung auf der Oberfläche ausgeglichen, ohne dass die Zahnstruktur angegriffen wird. „Der Vorgang sollte 3 bis 4 Mal wiederholt werden, je nachdem, welche Helligkeit man erzielen möchte", so der Experte gegenüber Yahoo!.
Die günstigere, DIY-Variante: Home-bleaching. Die Schienen mit Bleaching-Gel können Sie sich vom Zahnarzt verschreiben lassen oder freiverkäuflich in Drogerien und Apotheken erstehen. Dr. Ziegler erklärt, dass es sich dabei um eine langwieriges Verfahren handelt: „Man muss das Gel zuhause über einen längeren Zeitraum und sehr präzise anwenden, sonst können die Zähne scheckig werden." Auch das Ergebnis ist mit einem professionellen Bleaching nicht zu vergleichen, „selbst bei richtiger Anwendung erreicht man maximal eine Aufhellung um 2-3 Farbstufen."

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Veneers
Viele verwechseln sie mit Kronen, diese allerdings sind vor allem bei größeren Defekten das Mittel der Wahl, während Veneers auch bei kleineren Verfärbungn in Frage kommen. Veneers heißt eine Verblendungstechnik, für die bloß der äußere Zahnschmelz und nicht der komplette Zahn abgeschliffen werden muss. Im Anschluss setzt Ihr Zahnarzt Ihnen keine Palette fertiger Kunstzähne ein, sondern fertigt eine hauchdünne Keramikscheibe an, die sich in Sachen Form und Farblichkeit auch noch in Nuancen anpassen lässt. Das Ergebnis sieht sehr natürlich aus, vorausgesetzt Ihr Arzt weiß was er tut! Suchen Sie sich also am besten einen renommierten Experten.

Bei wirklich „schlechten" Zähne kommen Sie an Kronen wahrscheinlich nicht vorbei, je nach Grad des Handlungsbedarfs unterstützt Sie hierbei Ihre Krankenkasse auch bei der Finanzierung. Mit den Aufsätzen aus Vollkeramik lassen sich selbst stärkere Verfärbungen korrigieren.

Omas Geheimtipp
Viele Menschen schwören auf den aufhellenden Effekt, den das Putzen der Zähne mit ein wenig Backpulver haben soll. Und tatsächlich: „Backpulver sorgt eine Zeit lang für eine Aufhellung", bestätigt der Zahnarzt, allerdings hält diese nicht lange an. Die Befürchtungen, die grobe Textur des Puders könnte dem Zahnschmelz schaden, ist nicht ganz aus der Welt zu schaffen. „Ob es unbedenklich ist oder nicht, ist nicht richtig erforscht", so Dr. Ziegler. Den gleichen Effekt erzielen Sie übrigens mit aufhellenden Zahncremes. Hier sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, keine allzu aggressives Produkt zu wählen. Folgen Sie genau den Anweisungen auf der Verpackung: Wird lediglich eine wöchentliche Anwendung empfohlen, sollten Sie diese Häufigkeit nicht überschreiten. „Man sollte sich nicht allzu viel davon versprechen", warnt der Zahnarzt, „eine sichtbare Zahnaufhellung um mehrere Farbstufen ist kaum möglich."

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Was kann man sonst im Alltag für weißere Zähne tun?

Statt mit kreativen Hausmittelchen gegen gelbe Zähne vorgehen zu müssen, sollten Sie schon im Vorfeld darauf achten, dass es gar nicht erst so weit kommt. Dr. Stephan Ziegler rät daher zum sparsamen Genuss von verfärbenden Lebensmitteln wie Kaffee, Tee und Rotwein — diese sind überhaupt erst daran schuld, dass das Weiß unserer Zähne sich verabschiedet. Ein weiterer Tipp des Zahnarztes: „Mit dem Rauchen aufhören!" Dann klappt's auch mit dem Hollywood-Lächeln.