Gesunde Ernährung: Mit zehn Jahren werden Weichen gestellt

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Lifestyle - Essen & Trinken

Hier noch ein Stück Schoki, da noch eine Extra-Portion Pasta — schwupps, sind wieder ein paar Kilos mehr drauf. Dazu wiegt das schlechte Gewissen schwer. Wieso nur war der Wille wieder zu schwach, und man konnte nicht widerstehen? Laut einer aktuellen Studie sollten Sie die Schuld nicht bei sich, sondern vielmehr bei Ihren Eltern suchen.

Unsere Ess- und Bewegungsgewohnheiten im Kindesalter prägen uns laut einer Studie ein Leben lang (Bild: thinkstock)in Leben lang prägen

Unsere Kindheit prägt uns — auch was Essverhalten und Bewegungsdrang angeht. Schon im zarten Alter von zehn Jahren werden die Weichen dafür gestellt, wie man sich später ernährt und wie viel Sport man macht.

Das ist nach Informationen der britischen Tageszeitung „Daily Mail" das Ergebnis einer Studie von Dr. Heather Brown an der Newcastle University. Sie appelliere daher an Schulen und Behörden, in dieser Angelegenheit mehr einzugreifen.

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Browns Rat stützt sich auf die Auswertung einer Studie an hunderten amerikanischen Geschwisterpaaren. Bei einigen von ihnen handelte es sich laut „Daily Mail" um Erwachsene, die weit entfernt voneinander lebten. Andere wiederum waren erst zwischen zehn und 18 Jahren alt und wohnten noch zu Hause.

Anhand der Datenfilterung sollten zweierlei Einflüsse im Hinblick auf ihre Auswirkungen selektiert werden: zum einen solche, die sich im Laufe der Zeit nicht ändern, wie etwa Genetik und Erziehungl, zum anderen variablere Faktoren, wie etwa der Einfluss von verschiedenen Freunden.

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Die Ergebnisse förderten zutage, dass uns Ess- und Bewegungsgewohnheiten aus unserer Kindheit ein Leben lang prägen. „Eltern sind wichtige Vorbilder", so Dr. Brown gegenüber der „Daily Mail". „Wenn sie eine ungesunde Lebensweise haben, ist es wahrscheinlicher, dass die Kinder ihnen in ihrem Verhalten nacheifern und diese ungesunden Gewohnheiten im Erwachsenenalter fortführen." Schon mit zehn Jahren setze sich beispielsweise fest, ob man regelmäßig frühstückt.

Doch nicht nur die Eltern, auch die Schulen seien in Sachen Vorbildfunktion gefragt, so Dr. Brown im Fachmagazin „Obesity". Gesunde Ernährung und ausreichend Zeit für Sport seien beim Schulbankdrücken von enormer Bedeutung.