Obst und Gemüse senken den Blutdruck

Ärzte raten zu gesunder Ernährung mit viel Obst und Gemüse, gerade wenn es um einen erhöhten Blutdruck geht. Britische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass das Vitamin C für diesen positiven Gesundheitseffekt verantwortlich ist.

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Gemüse und Obst verhindern Kreislauferkrankungen (Foto: thinkstock)
Gemüse und Obst verhindern Kreislauferkrankungen (Foto: thinkstock)

Abnehmen mit gesunder Ernährung
Schon seit Jahren propagieren Ernährungsexperten, Ärzte und Wissenschaftler, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst den Blutdruck senken kann. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist eine der Hauptursachen für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Gesundes, teil-vegetarisches Essen wirkt sich positiv auf das Gewicht aus — was wichtig für den Blutdruck sein kann.

„Pro Kilogramm Gewichtsabnahme ist mit einer Absenkung des Blutdrucks um ca. 1-2 mm Hg zu rechnen", informiert das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin im Klinikum rechts der Isar München.

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Fünf Portionen am Tag
Außerdem heißt es, dass der Verzehr von Obst und Gemüse einen positiven Effekt auf den Blutdruck hat. Als relevante Menge werden dabei immer fünf Portionen am Tag genannt, wobei mit „Portion" etwa eine Handvoll gemeint ist. Am besten sind drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst - am besten roh oder nur kurz gedünstet.

Ein Beispiel für eine empfohlene Tagesration: Ein Apfel, eine Banane, zwei Möhren (mit etwas Olivenöl), fünf kleine Tomaten und ein kleiner Salat mit etwas frischer Salatgurke und Paprika.

Gute Nachricht für Obstmuffel: Obstsäfte (Direktsaft - kein Nektar) und Smoothies (möglichst ohne Zuckerzusatz) dürfen teilweise mit eingerechnet werden. Generell gilt aber: Frisches Obst und Gemüse ist immer besser, da besonders die wertvollen Ballaststoffe in beziehungsweise direkt unter der Schale sitzen und diese bei Smoothies meist vorher entfernt wird.

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Neue Studie
Britische Forscher konnten jetzt nachweisen, dass vor allem der Vitamin C-Gehalt für den blutdrucksenkenden Effekt von Obst und Gemüse verantwortlich ist. In einem Artikel auf der Website der American Heart Association ist das Ergebnis ihrer Untersuchungen nachzulesen:

Im Rahmen einer Bevölkerungsstudie mit 20.926 Männern und Frauen zwischen 40 und 79 Jahren wurde der Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration im Blut, ein Hinweis auf regelmäßigen Verzehr von Obst und Gemüse, und dem systolischen Blutdruck (oberer Wert bei der Blutdruckmessung) untersucht.

Den Ergebnissen zufolge hatten Teilnehmer mit hohen Vitamin-C-Werten einen niedrigeren Blutdruck. Bei der Gruppe mit der höchsten Vitamin-C-Konzentration im Blut war die Wahrscheinlichkeit von Bluthochdruck 22 Prozent geringer als bei der Gruppe mit der niedrigsten Konzentration.

Die Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Alkoholkonsum etc. hatte keinen Einfluss auf die Ergebnisse. „Es scheint einen starken Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration im Blut — Indikator für Obst- und Gemüsekonsum — und einem niedrigeren Blutdruck zu geben", so das Fazit der Forscher.

Wo ist am meisten Vitamin C drin?
Besonders viel Vitamin C enthalten Hagebutten, Johannisbeeren, Zitrusfrüchte und Kiwis. Beim Gemüse gilt der Vitamin C-Gehalt bei Paprika, Brokkoli und Grünkohl als sehr hoch. Auch Kartoffeln enthalten Vitamin C, sie sind mit 17 Milligramm pro 100 Gramm zwar keine Vitaminbomben, aber wer statt Nudeln Kartoffeln isst, kann seinen Vitaminhaushalt ganz einfach aufbessern.

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