Joggen bei Kälte: Warum es gesund ist und was Sie beachten sollten

Es wird früh dunkel draußen, und kalt ist es obendrein. Bei niedrigen Temperaturen ist der Schweinehund besonders stur. Aber es lohnt sich, ihm die kalte Schulter zu zeigen. Denn wenn passionierte Sommerläufer ein paar Dinge beachten, dann werden sie die kalte Jahreszeit richtig lieb gewinnen. Joggen bei Kälte ist nämlich sogar gesund.

Laufen in der kalten Jahreszeit ist besonders gesund (Bild: thinkstock)
Laufen in der kalten Jahreszeit ist besonders gesund (Bild: thinkstock)

Es gibt einen Grund dafür, warum viele große Laufveranstaltungen nicht im Frühjahr oder im Sommer, sondern im Herbst stattfinden. Denn diese Jahreszeit eignet sich geradezu perfekt, um die Joggingschuhe anzuziehen und loszulaufen. Und zwar nicht nur, weil die klare Luft für den Extra-Frischekick sorgt und die bunten Herbstblätter gute Laune machen. Herbstliches Joggen ist gut für Seele und Körper.

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Warum Joggen an der kalten Luft so gesund ist
Wenn die Tage kürzer werden und sich damit die Anzahl der dunklen Stunden erhöht, kann das schon mal aufs Gemüt schlagen. Der Grund: Je weniger Licht wir abbekommen, desto schwerer tut sich unser Körper damit, das Glückshormon Serotonin zu produzieren. Da ist Bewegung an der frischen Luft genau das Richtige, denn Joggen setzt Endorphine frei. Und stärkt ganz nebenbei das Immunsystem — besonders im Herbst. Durch den Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen trainieren wir unsere Abwehrkräfte. Zudem vergrößert das Laufen unser Atemvolumen. Und wo wir schon dabei sind: Das Atmen fällt beim Joggen durchs Laub selbst Heuschnupfen- und Asthmapatienten leichter. Bleibt noch zu sagen, dass die Leistungsfähigkeit unseres Körpers bei sinkenden Temperaturen zunimmt. Ergo fällt uns das Joggen auch leichter. Der Grund: Die Blutgefäße unter der Haut verengen sich und drängen das Blut ins Körperinnere. Zudem erhöht sich das Herzschlagvolumen, was bedeutet, dass das Herz je Schlag mehr Blut in den Kreislauf pumpt. Um diesen Effekt zu erzielen und somit leistungsfähiger zu sein, setzen sich Spitzensportler vor Wettkämpfen sogar in Kältekammern.

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Was es beim Lauf durch die Kälte zu beachten gilt:
So gesund Joggen in der kalten Jahreszeit auch ist, aufgrund der niedrigeren Temperaturen sollten ein paar Sonderregeln beachtet werden. So ist es zum Beispiel ratsam, die Dehnübungen vor dem Joggen ins warme Wohnzimmer zu verlagern, da die Überdehnungs- und Zerrungsgefahr in der kalten Luft besonders hoch ist. Atmen Sie beim Laufen ausschließlich durch die Nase ein — so gelangt die kalte Herbstluft leicht angewärmt in die Lunge. Das beugt Halsschmerzen oder Heiserkeit vor. Achten Sie außerdem auf die richtige Kleidung, zum Beispiel eine Nässe abweisende, atmungsaktive Funktionsjacke und -hose. Darunter braucht es dann gar nicht mehr so viel: ein Langarm-Shirt genügt. Baumwollkleidung ist weniger gut geeignet, da sie den Schweiß speichert und somit den Körper schneller auskühlt. Da wir über den Kopf die meiste Wärme verlieren, gehört auch unbedingt eine Mütze zur herbstlichen Jogging-Garderobe. Und ebenso wichtig ist natürlich rutschfestes Schuhwerk. Denn auf glitschigen Herbstblättern rutscht es sich ähnlich leicht aus wie auf der berühmten Bananenschale. Nach dem Laufen sollten Sie sich so schnell wie möglich aufwärmen, denn in der ersten Stunde nach dem Sport ist der Körper leicht geschwächt und somit anfälliger für die Kälte. Also, rein in die gute Stube, Dehnübungen absolvieren — und danach gönnen Sie sich am besten ein heißes Vollbad.

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