Das sind die absoluten Karrierekiller

angelika_barth
Lifestyle - Leben

Sie wollen endlich befördert werden und legen sich richtig ins Zeug! Doch Fleiß allein reicht leider nicht aus, um im Job die Karriereleiter nach oben zu klettern. Gerade vermeintliche Kleinigkeiten sind jetzt entscheidend. Wirtschaftspsychologin Christin Prizelius verrät, welche Karrierekiller Sie unbedingt vermeiden sollten und gibt Tipps, wie Sie es besser machen können.

Um Karriere zu machen, müssen Sie ein konkretes Ziel haben (Foto: Thinkstock)

Karrierekiller Nr. 1: Kein Ziel vor Augen haben
Viele Arbeitnehmer schwimmen jahrelang im betrieblichen Fahrwasser. Eigentlich wollen sie mehr erreichen, können aber auch nicht sagen, was das dann genau sein sollte.
„Diese Ziellosigkeit ist ein ganz wesentlicher Karrierekiller. Sie kommen keinen Schritt weiter, wenn Sie sich nicht in einer ruhigen Minute Ihrer beruflichen Ziele klar werden“, betont Christin Prizelius, Gründerin des Instituts „CP Consulting Hamburg & Partner“.

Tipp: Nehmen Sie sich einmal bewusst Zeit für Ihre Karriereplanung und definieren Sie ein klares Berufsziel: Wo wollen Sie in 5, 10 und 15 Jahren stehen? Brainstorming (zunächst strukturlos alle Ideen sammeln) und Mind-Mapping (im Anschluss Ziele und Zeitplanung konkretisieren) können bei Ihrer Zielfindung helfen. Wenn Sie selbst nicht weiter kommen, können Sie sich von einem Coach beraten lassen.

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Karrierekiller Nr. 2: Mangelndes Eigenmarketing
„Wer sich nicht selbst vermarkten kann, kommt auf der Karriereleiter keinen Schritt weiter!“ sagt die Hamburger Expertin. Dabei geht es beim Eigenmarketing nicht darum, sich auf Kosten anderer zu profilieren oder gar Kollegen bewusst schlecht zu machen. Eigenmarketing bedeutet, dass Sie Ihre eigenen Stärken erkennen und sich darauf konzentrieren sollten. „Reden Sie über Ihre positiven Leistungen und bauen Sie sich aktiv ein Netzwerk auf, das Ihre Leistungen zu schätzen weiß“, rät Christin Prizelius.

Tipp: Wenn es Ihnen schwer fällt, selbst Ihre eigenen Stärken und Potenziale zu erkennen, können Sie auch hier ein gezieltes Coaching oder Training in Anspruch nehmen. Dort können Sie lernen, wie Sie sich besser verkaufen.

Karrierekiller Nr. 3: Soft Skills unterschätzen

Soft Skills werden in Unternehmen zunehmend wichtiger. Dazu zählen vor allem Sozialkompetenz, ein adäquates Kommunikationsverhalten, Teamfähigkeit, ein konstruktives Konfliktverhalten und Verantwortungsbereitschaft. Außerdem sollten Sie die Regeln und Eigenheiten Ihrer Firma kennen und berücksichtigen. „Diese Eigenschaften werden wichtiger denn je“, betont der Coach. „Wer sie nicht beherrscht, wird wahrscheinlich niemals in die Führungsetage gelangen.“

Tipp: Seien Sie Ihrem Chef und Ihrer Firma gegenüber loyal. Suchen Sie Gespräche mit Kollegen und Vorgesetzten, bevor eine Situationen eskaliert, lernen Sie Konflikte konstruktiv auszutragen und auch mal Kritik einzustecken. Gleichzeitig sollten Sie jede Chance nutzen, Ihren eigenen Standpunkt im Sinne der Firma klarzumachen.

Karrierekiller Nr. 4: Stagnation
Die Geschäftswelt ist permanent in Bewegung. Neuerungen und Veränderungen gehören zum Tagesgeschäft. Diesem Flow müssen Sie sich anpassen, um sich nicht selbst aufs Abstellgleis zu stellen. „Wenn Sie denken eine gute Hochschulausbildung und ein Semester im Ausland reichen aus, um Karriere zu machen, dann liegen Sie falsch“, warnt die Wirtschaftspsychologin. „Das ist sicher eine gute Basis, aber für das berufliche Weiterkommen eine nicht förderliche Grundhaltung.“

Tipp: Bilden Sie sich weiter, zeigen Sie Eigeninitiative und schauen Sie immer mal über den Tellerrand hinaus. Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber, dass Sie sich weiterentwickeln möchten und auch bereit sind, dafür Zeit und Geld zu investieren. Suchen Sie direkt das Gespräch mit Ihrem Chef und bauen Sie Ihr Netzwerk weiter aus. Sie werden sehen viele Türen öffnen sich plötzlich (fast) ganz von allein.

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Karrierekiller Nr. 5: Eigene Ressourcen falsch einschätzen

Muten Sie sich nicht zu viel zu und lernen Sie Ihre Kräfte richtig zu dosieren. „Oft zeigt sich erst nach vielen Jahren im Berufsleben, warum die eigene Karriereplanung missglückt ist und dass Krankheiten teilweise auch arbeitsbedingt waren“, warnt Christin Prizelius. „Auf dem Weg nach oben müssen Sie unbedingt die Grenzen Ihrer persönlichen Belastbarkeit kennen.“

Tipp: Lernen Sie Ihre Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen und passen Sie Ihre Arbeitshaltung entsprechend darauf an. Treiben Sie Sport, wirken Sie dem Stress u.a. mit Entspannungstechniken entgegen und suchen Sie nach den für Sie passenden Wegen, Ihre Akkus wieder aufzuladen.