Stimmungsmacher, Teil 2: Wie Ernährung und Hormone Ihre Laune beeinflussen

Liegt Ihnen etwas schwer im Magen? Oder genießen Sie meistens gute Laune? Nicht nur die großen Ereignisse in unserem Leben entscheiden zwischen fröhlich und betrübt, auch alltägliche Faktoren nehmen Einfluss auf unsere Stimmung. Diesmal betrachten wir Ernährungsgewohnheiten und den weiblichen Zyklus näher.

Ernährung und Hormone entscheiden mit, ob uns nach Lächeln zumute ist (Bild: thinkstock)
Ernährung und Hormone entscheiden mit, ob uns nach Lächeln zumute ist (Bild: thinkstock)


Zyklus
Nicht nur Stress oder schlechtes Wetter kann auf die Laune drücken. Frauen kennen noch einen ganz anderen Stimmungswechsler: den Zyklus. Dr. Anneliese Schwenkhagen, Gynäkologin einer Hamburger Schwerpunktpraxis für hormonelle Störungen, erklärt: „Die Hormonschwankungen im Verlauf des Zyklus beeinflussen die Stimmung, das Wohlbefinden und auch die Lust auf Sex."

Schuld ist ein akuter Mangel an Östrogen und Gestagen, zwei Hormonen, deren Produktion im Laufe der ersten beiden Zykluswochen auf Hochtouren läuft, während der Menstruation jedoch schlagartig abfällt.

Denn sowohl Östrogene, als auch Gestagene, die im Allgemeinen wie „körpereigenes Valium, also beruhigend und angstlösend" wirken, sorgen für gute Laune. Ohne diese beiden Wundermittel neigen rund 75 Prozent der Frauen zu „Stimmungsschwankungen und Fressattacken", fühlen sich „einfach nicht so fit" und sind „ein bisschen dünnhäutig", wie Dr. Schwenkhagen erläutert.

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Falsche Ernährung

Kleiner Tipp, auch wenn Sie gerade in so einem Hormonloch stecken: Verfallen Sie bitte nicht mit Haut und Haaren auf die naheliegende, aber ebenso stimmungssenkende Nähr-Lösung Fast-Food!

Laut einer spanischen Studie, die über sechs Jahre hinweg die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten von mehr als 12.000 Freiwilligen auswertete, könnte das sonst böse Folgen für Ihr seelisches Gleichgewicht haben. Demnach enthalten Burger, Fritten und Co. industriell gehärtete Transfette und gesättigte Fettsäuren, die das Depressions-Risiko rapide erhöhen können.

Litt zunächst nicht einer der Probanden an akuten Stimmungstiefs, waren es am Ende der Untersuchung der Universitäten Navarra und Las Palmas insgesamt 657 Personen. Die Teilnehmer, die viele Transfette (die übrigens auch in normalen Backwaren häufig vorkommen) zu sich nahmen hatten, so das Ergebnis, ein bis zu 48 Prozent höheres Erkrankungsrisiko als jene, die sich mit Besuchen bei Fast-Food-Ketten zurückgehalten hatten. Und dabei soll Essen doch eigentlich gute Laune machen!

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Lebensmittel- und andere Allergien
Besonders Lebensmittel- und anderen Allergikern bereitet Essen häufig Kummer. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts „Harris Interactive", das sich bei 1.000 von Allergien Betroffenen umhörte.

Sie beklagen sich neben physischen Symptomen wie Bauchschmerzen, Niesen, Schniefen oder tränenden Augen nämlich auch über Stimmungsschwankungen: Immerhin 50 Prozent der Befragten gaben an, genervt und leicht reizbar zu sein, 42 Prozent bezeichnen sich selbst als frustriert.

Sogar das Selbstbewusstsein scheinen Allergien zu beeinträchtigen. Jeder Fünfte fühlt sich auf Grund seiner Unverträglichkeit weniger attraktiv, 19 Prozent fühlen sich deshalb nicht ausreichend selbstsicher.

Doch der größte Stimmungskiller für Allergiker ist das Unverständnis ihrer Umgebung: So gab ein Großteil der Umfrageteilnehmer an, dass das Umfeld ihr Leiden verharmlost, sie sich von Verwandten (81 Prozent), Kollegen (86 Prozent) und Freunden (78 Prozent) unverstanden fühlen.