Romantische DVDs: Tipps für Verliebte

Gerade eben erst das letzte Mal ins kühle Nass des Badesees gesprungen, die letzte Kugel Stracciatella-Eis verdrückt, schon ist es passiert: Es wird früher dunkel, die Blätter wehen uns um die Ohren, es wird kalt, nass und grau. Mit einem Wort: ungemütlich! Doch der Herbst hat auch seine positiven Seiten — schließlich können wir im wohlig-warmen Wohnzimmer wieder die ersten Kerzen anzünden, uns an einer heißen Tasse Tee wärmen — oder noch besser: an unseren Liebsten. Und wo würde das besser funktionieren, wenn nicht bei einem gemütlichen Filmabend auf der Couch! Hier unsere DVD-Tipps für Verliebte.

Amanda Seyfried und Channing Tatum sind in "Das Leuchten der Stille" ein Liebespaar (Bild: Getty Images)
Amanda Seyfried und Channing Tatum sind in "Das Leuchten der Stille" ein Liebespaar (Bild: Getty Images)

Von Treue, Herzschmerz und der ganz großen Liebe
An diesem Herren kommen Frischverliebte nicht vorbei: Nicholas Sparks. Der Schriftsteller aus dem US-Bundesstaat Nebraska veröffentlichte bereits 16 Romane über Treue, Herzschmerz und die ganz große Liebe. Sieben davon schafften es auch auf die große Leinwand. 1999 fand Robin Wright eine „Message in a Bottle" und durfte gemeinsam mit Kevin Costner in dem gleichnamigen romantischen Rührstück den steinigen Weg zu einer neuen Liebe beschreiten. Über zwei Millionen Zuschauer ließen sich damals in die deutschen Kinos locken, das Drama spielte allein in den USA über 52 Millionen Dollar ein. Auf Costner und Wright folgten Mandy Moore und Shane West („Nur mit Dir — A Walk to Remember", 2002), Rachel McAdams und Ryan Gosling („Wie ein einziger Tag", 2004), Diane Lane und Richard Gere („Das Lächeln der Sterne", 2008), Amanda Seyfried und Channing Tatum („Das Leuchten der Stille", 2010), Miley Cyrus und Liam Hemsworth („Mit Dir an meiner Seite", 2010) und zuletzt Taylor Schilling und „High School Musical"-Star Zac Efron („Für immer der Deine", 2012). Jede einzelne Story ist vollgepackt mit großen Gefühlen - und zugegebenermaßen auch einer ordentlichen Portion Kitsch. Egal, wir heulen trotzdem mit!

Eine Französin verzaubert
Neben Nicholas Sparks garantiert auch eine Dame für Herzklopfen: Audrey Tautou. Vor elf Jahren verzauberte die Französin die Zuschauer mit den treuen Rehaugen in „Die fabelhafte Welt der Amelie". Seither gilt: Wo Audrey Tautou draufsteht, steckt viel Romantik drin. Ein bisschen wohldosierter Kitsch darf dabei ebensowenig fehlen wie die oft zwischen Niedlichkeit und Schutzbedürfnis pendelnde Präsenz der Hauptdarstellerin. Das ist in „Zusammen ist man weniger allein" (2007) nicht anders als in „Bezaubernde Lügen" (2010) oder in „Nathalie küsst" (2011), einer ebenso bonbonbunten wie traurigen und anrührenden Liebesgeschichte, die unlängst auf DVD und Blu-ray Disc veröffentlicht wurde.

Ein erfolgreiches Trio
Bei einem gelungenen DVD-Abend für Verliebte darf auch dieser Klassiker nicht fehlen: „Schlaflos in Seattle" (1993) mit dem filmischen Traumpaar Meg Ryan und Tom Hanks. „Es ist nicht nur ein Film über die Liebe, es ist auch ein Film über die Liebe im Film und wie sich die Menschen in der richtigen Welt die Vorstellungen einer romantischen Liebe von Hollywood aufdrängen lassen", erklärte Regisseurin Nora Ephron, die mit Meg Ryan schon „Harry und Sally" (1989) drehte, einst in einem Interview. Auch bei ihrer Kino-Schnulze „E-M@il für dich" (1998) dürfte sich Nora Ephron gedacht haben: „Never change a winning team". Erneut besetzte sie die beiden Hauptrollen mit Meg Ryan und Tom Hanks.

Wenn aus Freundschaft Liebe wird
Im Jahr 2011 hatten die Filmemacher Will Gluck und Ivan Reitman die gleiche Idee: Was wäre, wenn man die Geschichte eines befreundeten Pärchens verfilmen würde, das plötzlich nicht mehr „nur" befreundet sein will? Herauskamen die romantischen Komödien „Freunde mit gewissen Vorzügen", in der sich Justin Timberlake und Mila Kunis im Bett wälzten, und „Freundschaft Plus" mit Ashton Kutcher und Natalie Portman. Beide Filme setzen auf einen Mix aus Romantik, Lifestyle und natürlich Sex. Bekanntermaßen sind mittlerweile Kunis und Kutcher im realen Leben ein Paar — und lassen die Öffentlichkeit an ihrer ganz persönlichen „Freundschaft mit gewissen Vorzügen" natürlich nicht mehr teilhaben.

Auch die Deutschen können Liebe
Für die Herren der Schöpfung gilt: Weicher sollen sie werden, ohne zu verbittern, die starke Schulter bieten, und fern von Machoverhalten die Freundin zudem verstehen. Obwohl sie doch am liebsten nur eine Sache machen … - Bei seinem Blick in „Männerherzen" spart Regisseur Simon Verhoeven nicht mit Klischees. Gut so, denn genau damit konnten Wotan Wilke Möhring, Christian Ulmen, Florian David Fitz und Maxim Mehmet das Kinopublikum 2009 zum Lachen und Mitfühlen bringen. Zwei Jahre später ging es um die „ganz ganz große Liebe", die Fortsetzung des Kinoerfolgs, in der Simon Verhoeven mit tatkräftiger Unterstützung von Justus von Dohnányi alias Bruce Berger ein Gagfeuerwerk entzündete. Auch Til Schweiger war bei beiden Komödien mit an Bord — und qualifiziert sich mit seinen als Regisseur, Autor und Hauptdarsteller in Personalunion realisierten Filmen „Keinohrhasen" (2007), „Zweiohrküken" (2009) und „Kokowääh" (2011) selbst für einen DVD-Abend für Verliebte.

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