Britischer Offizier warnt: Einem der größten Verbündeten der Ukraine geht lebenswichtige Ausrüstung aus

Der britische Premierminister Rishi Sunak (rechts) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (links) treffen sich am 8. Februar 2023 vor einem Challenger-2-Panzer in einer Militäreinrichtung in Dorset, England. - Copyright: Andrew Matthews/Getty Images
Der britische Premierminister Rishi Sunak (rechts) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (links) treffen sich am 8. Februar 2023 vor einem Challenger-2-Panzer in einer Militäreinrichtung in Dorset, England. - Copyright: Andrew Matthews/Getty Images

Großbritannien war einer der größten Verbündeten der Ukraine. Inzwischen habe das Land jedoch keine Ausrüstung mehr zu spenden, sagt ein hochrangiger britischer Offizier der Zeitung "The Telegraph". "Wir haben so viel gegeben, wie wir uns leisten können", sagte der namentlich nicht genannte Offizier dem Medium am Montag. "Wir werden der Ukraine weiterhin Ausrüstung beschaffen, aber was sie jetzt brauchen, das sind Dinge wie Luftverteidigungsanlagen und Artilleriemunition. Das ist uns alles ausgegangen."

Das britische Verteidigungsministerium reagierte nicht auf die mehrfachen Anfragen von Business Insider nach einem Kommentar.

Großbritannien ist der zweitgrößte Waffenlieferant der Ukraine in Europa – nach Deutschland

Großbritannien hat der Ukraine im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 2,6 Milliarden Euro) an militärischer Unterstützung zur Verfügung gestellt, wie aus Regierungsunterlagen hervorgeht – und Großbritannien war nicht nur großzügiger, sondern auch schneller. Das Land lieferte der Ukraine neue Waffentypen wie die Challenger-2-Panzer und die Storm-Shadow-Marschflugkörper schneller als andere Verbündete.

Am Sonntag erklärte der ehemalige Verteidigungsminister Ben Wallace in einem Meinungsartikel im "Telegraph", er habe den Premierminister aufgefordert, die militärische Unterstützung weiter zu erhöhen. Wallaces Ziel sei es, dass Großbritannien Deutschland überholt und zum größten militärischen Unterstützer der Ukraine in Europa wird.

Der anonyme Militärbeamte erklärte jedoch dem "Telegraph", dass das Vereinigte Königreich nicht das einzige Land sein sollte, der der Ukraine Geld zur Verfügung stellt: "Milliarden mehr zu geben, bedeutet nicht, Milliarden an britischer Ausrüstung zu geben." Auch andere Länder sollten sich an der Versorgung der Ukraine mit "mehr Geld und Waffen" beteiligen, so der Offizier.

Vergangene Woche konnte der US-amerikanische Kongress einen Regierungsstillstand, einen sogenannten Shutdown, abwenden. Der Kongress sicherte die Finanzierung der US-amerikanischen Regierung bis Mitte November. Der vorläufige Haushalt sieht allerdings keine Militärhilfe für die Ukraine vor.

Am Montag kommentierte der Kreml, die westliche Kriegsmüdigkeit "wird wachsen", so "The Guardian".

Dieser Artikel wurde von Amin Al Magrebi aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.