#BroomChallenge: Was ist das und was hat die NASA damit zu tun?

Antonia Wallner
Freie Autorin

Wer sich derzeit in den sozialen Medien umguckt, dem fällt auf, dass sich auf Twitter und Co. gerade eine Unmenge Besen tummeln. Ist etwa der große digitale Frühjahrsputz ausgebrochen? Mitnichten. Es gibt bloß einen neuen viralen Trend, die #BroomChallenge. Was dahinter steckt.

Besen mit Kehrschaufel. (Bild: Getty Images)

Challenges haben wir schon eine ganze Menge gesehen. Menschen haben sich gegenseitig mit Eiswasser übergossen, Dinge mit Verpackung gegessen und von sich selbst Meme-Collagen angefertigt. Und jetzt stellen sie den Staubsauger in die Ecke und holen ihre Besen raus.

Woher kommt der virale Trend?

Auslöser von der #BroomChallenge war tatsächlich kein Influencer oder Star, sondern angeblich die NASA. Die behauptete laut einer Twitter-Userin, dass an einem bestimmten Tag – nämlich dem 10. Februar – spezielle Erdanziehungskräfte wirken. Dadurch könnte dann ein Besen ganz von allein stehen. So hatte es zumindest die besagte Twitter-Nutzerin verstanden und postete ein Video von sich mit ihrem Besen – der, oh Wunder, ganz ohne Schnüre und sonstige Hilfsmittel frei auf seinen Borsten stand.

 

“Okay, also die NASA meinte, dass heute der einzige Tag wäre, an dem ein Besen von allein stehen kann. Wegen einer speziellen Anziehungskraft. Ich habs ja nicht geglaubt, aber OMG!“

Und wie es in den sozialen Medien nun mal so ist, muss bloß einer anfangen, und die halbe Netzwelt folgt sogleich – in diesem Fall mit Besen bei Fuß. Der Tweet bekam über 300.000 Likes. Sogar Promis , wie DJ Khaled und Paula Abdul, sprangen auf den Besen-Zug auf.

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Ist an der Behauptung was dran? 

Nein. Das hat die Dame, die den Trend auslöste, wohl falsch interpretiert. Die NASA veröffentlichte ein Video, in dem sie erklärten, dass sie diese Behauptung nie aufgestellt hatte und erläuterte weiter, warum die Besen stehen - und das an jedem Tag. Das sei nämlich simple Physik und hätte rein gar nichts mit speziellen Erdanziehungskräften und bestimmten Tagen zu tun.

Diese Broom-Challenge ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie das Internet falsche Behauptung schnell verbreitet und niemand in Frage stellt, was geteilt wird.