Das sind die geheimen Tricks der Einser-Schüler

Tim Nießner aus Haan bei Düsseldorf hat sich etwas Besonderes ausgedacht, um sich auf sein Abitur vorzubereiten: Er hat fast 100 der besten Abiturienten Deutschlands interviewt, um herauszubekommen, was er von ihnen lernen kann. ( Foto: dpa)

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Was sind die Tricks von Abiturienten mit Noten von 1,0 und besser? Schüler Tim Nießner aus Haan bei Düsseldorf hat 100 von ihnen befragt - und glaubt: “Jeder kann ein Einser-Abi schaffen.”

Der 18-jährige Tim Nießner aus Haan bei Düsseldorf hat sich etwas Besonderes ausgedacht, um sich auf sein Abitur vorzubereiten: Er hat fast 100 der besten Abiturienten Deutschlands interviewt, um herauszubekommen, was er von ihnen lernen kann. Daraus ist ein 300 Seiten starkes Buch entstanden, das nun erschienen ist: Die geheimen Tricks der 1,0er-Schüler.

Zuerst schrieb der Schüler bundesweit 2200 Schulen an, um herauszubekommen, wer die besten Abiturienten sind, um dann mit ihnen in Kontakt zu treten. Alle Interviewten haben einen Abi-Notenschnitt zwischen 0,69 und 1,0 erreicht. Nicht alle wollten ihren Namen im Buch lesen, das nun verrät, wie sie ihr Super-Abi eingeheimst haben.

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“Man muss nicht übel schlau sein, um das zu schaffen”, sagt der Oberstufenschüler, der sein eigenes Abitur noch vor der Brust hat. Von den 100 Top-Abiturienten seien vielleicht gerade einmal zehn Prozent hochbegabt, schätzt er.

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Ausgleich ist sehr wichtig
Nur wenige hätten sich als totale Streber entpuppt, die außer Schule nichts im Sinn hatten. “Die haben gar nicht den ganzen Tag gelernt. Die haben sich fast alle neben der Schule viel Zeit für Hobbys und Freunde genommen. Ein Ausgleich sei sogar extrem wichtig, haben sie gesagt.”

Tim Nießner mit seinem Buch "Die geheimen Tricks der 1,0er Schüler" (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Für ein sehr gutes Abitur seien eher andere Dinge gefragt: Am wichtigsten sei die mündliche Mitarbeit, sagen die Einser-Abiturienten. Und zwar nicht nur, weil die Beteiligung am Unterricht 50 Prozent der Gesamtnote ausmache, sondern weil damit man auch schon meist den Stoff beherrsche und auf dem halben Weg zu einer sehr guten Klausurnote sei. “Die Spitzenschüler sagen, die mündliche Mitarbeit ist das A und O - und macht in Wirklichkeit 70 bis 80 Prozent aus. Wer im Unterricht aufmerksam ist, muss auch nichts nachholen.”

Die Abi-Überflieger sagen aber auch: Sympathie sei sehr wichtig, kein Lehrer schaue streng nur auf die Leistung: “Wer den Lehrer mit Respekt behandelt und ein gutes Verhältnis aufbaut, hat bei ihm einen Bonus.” Aber man sollte es auf keinen Fall übertreiben: “Nicht schleimen! Lehrer waren auch mal Schüler. Niemand mag Schleimer!”

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Wer noch höher hinaus will, sollte zusätzlich jeden Tag lernen und nicht nur vor Klausuren. Mit zehn Minuten täglich anfangen und sich auf eine Stunde am Tag steigern - mehr müsse gar nicht sein. Wer das auch in den Ferien mache, habe schnell einen enormen Vorsprung.

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(Mit Material von dpa)