Bundesnetzagentur veröffentlicht Deutschlandkarte der Funklöcher

teleschau

Vor einem Jahr brachte die Bundesnetzagentur eine App zum Messen der Mobilfunkqualität heraus - und sorgte damit für eine Menge Spott. Nun sind erste Ergebnisse veröffentlicht worden.

Die Bundesnetzagentur hat die ersten Ergebnisse der "Funkloch-App" veröffentlicht. Es handelt sich um Daten zur Qualität der deutschen Mobilfunknetze, die Nutzer in den vergangenen zwölf Monaten an die Behörde gemeldet haben. Laut Angaben der Bundesnetzagentur installierten insgesamt 187.000 Nutzer die App mit dem Namen "Breitbandmessung" auf ihren Smartphones. Die Ergebnisse sind nun öffentlich einsehbar und auf einer Deutschlandkarte visualisiert. Diese wurde in Waben unterteilt und bietet insgesamt neun Zoomstufen. Sie ist unter breitbandmessung.de abrufbar.

Wie es in einer Mitteilung der Bundesnetzagentur heißt, übermittelten die Nutzer insgesamt 160 Millionen Messpunkte - allerdings nicht gleichmäßig über das Bundesgebiet verteilt. Die Ergebnisse seien daher aussagekräftiger, je mehr Messpunkte von unterschiedlichen Nutzern hinterlegt wurden. Weiterhin müsse berücksichtigt werden, dass die Messpunkte von Nutzern der App mit eigenen Endgeräten und Mobilfunkgeräten erzeugt wurden. Das heißt, dass etwa ein Nutzer mit einem 3G-Mobilfunkvertrag folglich auch kein 4G-Netz melden kann.

Die Bundesnetzagentur bietet schon länger eine Breitbandmessung für Festnetz-Anschlüsse an. Am 30. Oktober 2018 erweiterte die Behörde die Anwendung mit dem Zusatz "Funkloch-App" - schon die Pläne des zuständigen Ministers Andreas Scheuer (CSU) sorgten für eine Menge Spott im Netz. Ob die ersten Ergebnisse nun Besserung bringen, wird sich zeigen.