„Büroangestellter der Zukunft“ hat einen Buckel

Ein verstörendes Modell in Lebensgröße mit einem Buckel und roten Augen verdeutlicht, wie Büroangestellte der Zukunft aussehen könnten.

Der Zukunftsforscher William Higham schuf ein lebensgroßes Modell namens „Emma“, um zu verdeutlichen wie Büroangestellte in 20 Jahren aussehen könnten. [Foto: PA]

Die Puppe namens „Emma“ wurde als Warnung geschaffen, um auf die Probleme in unseren aktuellen Arbeitsumgebungen aufmerksam zu machen. Sie wurde als Teil eines Reports mit dem Titel „The Work Colleague Of The Future“ (auf Deutsch: Der Arbeitskollege der Zukunft) entworfen. Der Bericht fand heraus, dass über 90 Prozent der Büroangestellten in Großbritannien unter arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen leiden und immer mehr Schwierigkeiten haben, ihre Arbeit zu erledigen.

„Emma“ hat vom stundenlangen Sitzen mit schlechter Haltung einen permanent gekrümmten Rücken, Krampfadern durch schlechte Durchblutung und trockene, rote Augen vom stundenlangen Starren auf den Computerbildschirm. Wegen ihrer Sitzposition hat sie außerdem einen großen, runden Bauch.

„Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen jetzt handeln”

Klingt dies alles nur allzu bekannt? William Highman, Zukunftsforscher und Autor des Berichts, sagte, dies mache auf die Notwendigkeit aufmerksam, „jetzt handeln“ und „radikale Veränderungen“ daran vornehmen zu müssen, wie wir arbeiten.

Er sagte: „The Work Colleague Of The Future Bericht zeigt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer jetzt handeln müssen, um das Problem der schlechten Gesundheit am Arbeitsplatz anzugehen.“

„Wenn wir unser Arbeitsleben nicht radikal verändern, wie zum Beispiel uns mehr zu bewegen, unsere Haltung an unseren Schreibtischen zu verbessern, regelmäßig aufzustehen oder über eine Verbesserung unseres Arbeitsplatzes nachzudenken, werden uns unsere Büros sehr krank machen.“

„Emma“ leidet unter den Auswirkungen von stundenlangem Sitzen mit schlechter Haltung. [Foto: PA]
Der Zukunftsforscher William Higham posiert mit dem lebensgroßen Modell “Emma”, einer Warnung wie Büroangestellte in Zukunft aussehen könnten. [Foto: PA]

Die Studie, die vom Büroausstatter Fellowes in Auftrag gegeben wurde, hatte 3.003 Teilnehmer aus Frankreich (1.001), Deutschland (1.001) und Großbritannien (1.001).

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass 50 Prozent der befragten britischen Arbeitnehmer aufgrund ihres Arbeitsplatzes bereits an entzündeten Augen, 49 Prozent an Rückenschmerzen und 48 Prozent an Kopfschmerzen leiden.

Angestellte in Großbritannien sagten auch, sie sorgen sich um Augenprobleme (32 Prozent), Gewichtszunahme (30 Prozent) und anhaltende Kopfschmerzen und Migräne (26 Prozent).

Francesca Specter

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