BVB-Stars sprechen über mentale Schwierigkeiten

Ben Barthmann
·Sports Editor
·Lesedauer: 2 Min.

Julian Brandt und Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund haben gegenüber dem Online-Streaming-Service DAZN über mentale Schwierigkeiten im Profi-Fußball gesprochen.

Mahmoud Dahoud hat sich in die Mannschaft des BVB gearbeitet. (Bild: Getty Images)
Mahmoud Dahoud hat sich in die Mannschaft des BVB gearbeitet. (Bild: Getty Images)

In der zweiten Episode der Dokumentation BVB 09 hat sich DAZN der Zusammenarbeit der beiden Nationalspieler mit Sportpsychologe und Ex-Profi Philip Laux beschäftigt.

“Es ist immer eine Mischung aus Kopf und fußballerischer Qualität”, erklärt Dahoud zum Start der etwa halbstündigen Episode. Dahoud, seit 2017 beim BVB und seit Oktober 2020 auch Nationalspieler, sah sich in seiner Karriere schon mehrfach Zeiträumen ausgesetzt, in denen er nur wenig Spielzeit erhielt: “Als Fußballer bist du enttäuschst wenn du nicht spielst oder nicht auf deine Minuten kommst. Dann fragt man sich: ‘Wieso, Weshalb, Warum? Was mache ich falsch? Warum kriege ich keine Chance?’”

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Mentalität ist erlernbar

Auch Brandt sprach über schwierige Zeiten. Insbesondere zum Start der Saison kam der 24-Jährige kaum zum Einsatz: “Natürlich nervt dich das. Das ist doch ganz normal.” Brandt scheint ein Spieler zu sein, der besser mit schwierigen Situationen umgehen kann als manch anderer.

Ist das erlernbar? Ja, sagt Psychologe Laux: “Wichtig ist es zu akzeptieren, dass Fußball ein Fehlerspiel ist. Das ist für viele Spieler schwer. Es braucht die radikale Akzeptanz, dass Fehler zu diesem Business gehören.” Die viel diskutierte Mentalität sei somit trainierbar und keine Eigenschaft, die ein Spieler eben hat oder nicht.

“Mo muss sich wohlfühlen”, sagt Laux über den BVB-Profi, der nicht immer einfache Zeiten in Dortmund erlebte. “Wenn ich nicht gespielt habe ist das für mich ein Tag zum vergessen”, sagt der 24-Jährige über sich selbst: “Dann machst du dir Gedanken über Dies und Das. Sich dann abzulenken ist nicht so einfach.”

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