Bye-bye, Synthetik: Die Rückkehr des Baumwoll-Slips

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Wie jetzt, sollen wir Satin-String und Spitzenhöschen wirklich gegen olle Baumwollschlüpper austauschen? Warum wir synthetische Lingerie aus unseren Wäscheschubladen verbannen sollten und welche Vorteile Bio-Baumwolle hat.

Die guten alten Baumwoll-Slips sind wieder da - und das ist gut so! (Bild: Getty Images)

Bei allergischen Reaktionen im Intimbereich geht man zum Frauenarzt, klar. Aber auch ein Besuch im Unterwäscheshop kann helfen – denn oft ist es auch die schöne Unterwäsche aus Spitze oder Satin, die im wahrsten Sinne des Wortes reizend wirkt.

Zu den wichtigsten Regeln der Intimpflege gehört nämlich, dass auch der Intimbereich atmen sollte – und das gelingt mit Höschen aus Baumwolle schlichtweg am besten. Außerdem verhindert Baumwollmaterial die sogenannte Stauwärme, die das Bakterienwachstum im Vaginalbereich fördert.

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Synthetische Wäsche, sei es aus Spitze, Satin oder mit einem hohen Elasthan- oder Polyamid-Anteil, sieht zwar toll aus und bleibt lange in Form, doch des einen Vorteil ist des anderen Nachteil: Die so reizende Wäsche sitzt oft extra-eng, schließt Feuchtigkeit ein und gefährdet die Intimflora.

Baumwolle, besonders die zertifizierte Bio-Variante, ist also der neue Superstar im Wäscheschrank – und steht den synthetischen Varianten stylemäßig zum Glück in nichts nach: Vorbei sind die Zeiten des klassischen Baumwoll-Liebestöters!

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Viele europäische Brands, so die spanische Marke „The Nude Label“, aber auch die aus Dänemark stammende Brand „Dilling“ fertigen minimalistische Baumwollwäsche, die mit verformten Riesenschlüpfern nichts zu tun haben.

Und auch amerikanische Labels wie „Skin“ oder die wunderbare Marke „Oddoboddy“ mischen den Markt mit frischen Baumwoll-Styles auf. Letztere schicken mit jeder Bestellung übrigens auch eine Broschüre mit Fakten zur Frauengesundheit mit.

Ob Panty, String, Shorty oder Brazil – auch in Baumwolle sind den Formen und Farben keine Grenzen gesetzt. Wer aufmerksam sucht, findet immer mehr Labels, die sich auf Organic Cotton Lingerie konzentrieren und Synthetik links liegen lassen. Es reicht schließlich vollkommen aus, wenn Lingerie die Blicke reizt – und nicht mehr die Haut.