C&A: Neues Logo, neues Konzept

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

C&A bastelt am Image: Der Modekonzern hat seine Markenstrategie überarbeitet und das Logo gleich mit. Der Plan ist, ein vollkommen neues Kapitel aufzuschlagen. Ab der Herbst/Winter-Saison 2020 soll das Thema Nachhaltigkeit verstärkt im Mittelpunkt stehen.

So sieht das neue Logo des Konzerns aus (Bild: C&A)
So sieht das neue Logo des Konzerns aus (Bild: C&A)

“Wear the Chance” lautet das neue Motto von C&A, mit dem es sein neues Konzept einläutet. Neu ist es nicht. Schon seit vier Jahren verwendet das Unternehmen diesen Hashtag, unter dem seine nachhaltige Linie beworben wurde. Nachhaltigkeit soll nun jedoch nicht auf vereinzelte Kollektionen beschränkt werden, sondern die ganze Marke prägen.

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Um den Image-Wandel zu untermauern, bekommt sogar das Logo einen Neuanstrich. Nachdem vor wenigen Jahren schon die blaue Farbe daraus entfernt wurde, muss nun auch der muschelförmige Rahmen dran glauben. Zudem sind die Buchstaben größer und schnörkelloser als bisher.

Eingeführt werden das neue Motto und das Logo im Zuge der aktuellen Denim-Kampagne. Erste Stores sind schon mit dem neuen Look ausgestattet worden.

Die niedrigen Preise sollen bleiben

Die “Demokratisierung der Mode”, der sich das Unternehmen seit etwa 180 Jahren verschreibt, soll weiterhin ein Kernziel bleiben, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Es soll sich also nichts an dem Bestreben ändern, “Bekleidung für alle zu einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis” anzubieten.

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Und doch will C&A mit der neuen Brand Identity einen Schritt in Richtung Zukunft gehen: “Unser Ziel ist es, den C&A-Markenauftritt zu modernisieren und damit der neuen Normalität gerecht zu werden. Das neue Kapitel in unserer Entwicklung wird das gesamte Kundenerlebnis unserer Marke beeinflussen”, sagt Maik Kleinschmidt, Director Brand Marketing in der Pressemitteilung. Auch Inklusivität zählt zu den neuen Zielen des Konzerns. Soll heißen: Mode soll für alle Altersstufen, für jedes Geschlecht und alle Körperformen verfügbar sein.

Bisherige Nachhaltigkeit in Frage gestellt

Ob C&A die neuen Konzepte mit seiner bisherigen Preispolitik unter einen Hut bringen kann, bleibt abzuwarten. Schon jetzt bestünden 50 Prozent der Kollektionen aus nachhaltigeren Materialien, wie es seitens des Unternehmens heißt.

Im vergangenen Jahr zitierte der “Tagesspiegel” jedoch den Deutschen Naturschutzbund, der den Öko-Faktor der #Wearthechange-Kollektion als “lasch” bezeichnete. An die Verarbeitung der Kleidung würden “keine hohen nachhaltigen Ansprüche” gestellt, und auch soziale Aspekte würden außen vor gelassen. Ob das neue Image auch in dieser Hinsicht einen Umbruch bedeutet, wird sich zeigen.

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