"Campfire": Die Macher von "Pokémon Go" planen eigenes soziales Netzwerk

"Campfire" nennt sich Niantics eigenes Soziales Netzwerk für "Pokémon Go" und Co. (Bild: Niantic)
"Campfire" nennt sich Niantics eigenes Soziales Netzwerk für "Pokémon Go" und Co. (Bild: Niantic)

Niantic, die Macher von "Pokémon Go" und "Harry Potter: Wizards Unite", planen ein eigenes soziales Netzwerk. "Campfire" soll es ermöglichen, andere Spieler zu finden und sich für Events in den firmeneigenen AR-Mobile-Games zu verabreden. Der Firmen-Chef vergleicht die Idee auch mit einer Art Facebook für Spieler.

Unter dem Namen "Campfire" arbeiten die Macher von "Pokémon Go" und "Harry Potter: Wizards Unite" an einem eigenen sozialen Netzwerk. Ein Konkurrent für Facebook und Co. im engeren Sinn ist dabei allerdings nicht geplant: Der US-amerikanische Spieleentwickler Niantic will mit "Campfire" User zusammenbringen - sowohl zum Austausch als auch zum Finden von Freunden und Spielpartnern.

Zunächst soll sich das soziale Netzwerk auf die Spieler der firmeneigenen AR-Titel wie "Pokémon Go" beschränken, langfristig aber soll "Campfire" auch anderen Entwicklern zur Verfügung stehen und helfen, ein Publikum für die eigenen Games zu finden, heißt es im Niantic-Blog.

Bereit für die AR-Zukunft

Der Begriff "Facebook" fällt zwar im Blog-Beitrag nicht, doch nimmt der Post indirekt Bezug auf den großen Namen, indem "Campfire" beschrieben wird als soziales Netzwerk in der realen Welt. Dieses würde mit einer Karte starten und Menschen, Events, Communitys und Messages hinzufügen. Ziel von Niantic sei es, die realen Begegnungen und Verbindungen der Menschen zu fördern. "Wir wollen Technologie nutzen, um etwas Magie zur Welt hinzuzufügen", sagte Niantic-Chef John Hanke, denn die echte Welt sei "ein ziemlich cooler Ort".

Hanke erklärte, er hoffe auf eine neue Generation von AR-Brillen, welche die digitalen Inhalte, die die reale Sicht ergänzen, direkter denn je ins Blickfeld der User einbettet. Was die eigene AR-Technologie angeht, ist man bei Niantic bestrebt, die Positionsbestimmung der User an jedem Ort auf Zentimeter genau zu bestimmen, um die Spielerfahrung zu optimieren. Dabei sollen Scans der direkten Umgebung und 3D-Modell helfen. Die eigene Technologie nennt sich Lightship Visual Positioning System, kurz VPS. So soll die Kamera bei der Positionsbestimmung unterstützt werden und eingeblendete digitale Inhalte harmonischer in die reale Umgebung eingebaut werden und mit dieser interagieren. Virtuelle Objekte in den Spielen sollen in Zukunft dank der Technik auch für mehrere User gleichzeitig an der exakt gleichen Stelle aufzufinden sein.

Die Funktion ist zunächst quasi im Testmodus an 30.000 Stellen in den US-Städten San Francisco, Los Angeles, New York, Seattle, London sowie in Japan in Tokio verfügbar. Bis Jahresende sollen es mehr als 100 Städte aus aller Welt werden.

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